Die Trypanosomenkrankheiten und ihre Beziehungen zu den syphilogenen Nervenkrankheiten : Untersuchungen aus dem Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten in Hamburg und aus der psychiatrischen Klinik in Freiburg i. Br. / von Walther Spielmeyer.
- Walther Spielmeyer
- Date:
- 1908
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Credit: Die Trypanosomenkrankheiten und ihre Beziehungen zu den syphilogenen Nervenkrankheiten : Untersuchungen aus dem Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten in Hamburg und aus der psychiatrischen Klinik in Freiburg i. Br. / von Walther Spielmeyer. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![I 2 Lumbalpunktion: klarer Liquor, im Sediment ein Trypanosoma gambiense. Ab und zu erhöhte Temperatur. Allmählich zunehmende Spannungen in den flektiert gehaltenen Extremitäten. Die Sehnenreflexe sind erhöht. Zunehmende Oedeme an den Händen und Füßen und im Gesicht. Steigerung der Schlafsucht zu fast vollständiger Somnolenz; Pat. kann jedoch zum Essen immer noch für kurze Zeit wach gehalten werden. Tod i Monat nach der Aufnahme. Dauer der Krankheit also ca. 7 bis 8 Monate. 3) Fall K. (IV. Fall [Koffi] des KrüGERschen Berichtes, S. 492—496). 28-jähriger Mann. Seit \\ Jahren krank. Beginn der Erkrankung mit Schwächegefühl und Unfähigkeit zur Arbeit. Seit einem Monat vor der Aufnahme ins Lazarett fast beständig schlafsüchtig. Stark abgemagerter Mann, kann nicht mehr stehen und gehen; zum Sprechen nicht zu bewegen. Vergrößerung der Lymphdrüsen. Vermehrung der weißen Blutzellen. Neurologisch: Schlaffe Extremitätenmuskulatur. Außer Abwehrbe- wegungen keine aktiven Bewegungen. Kein Zittern. Nur bei stärkeren schmerzhaften Reizen Abwehrreaktionen. Patellarreflex rechts erhöht, links nicht auszulösen. Lumbalpunktion: klarer Liquor, Trypanosomen im Sediment. Zwei Wochen vor dem Tode allmählich zunehmende Beugekontrakturen in den Armen. Untere Extremitäten schlaff. Unfähigkeit, Nahrung zu sich zu nehmen: die hinuntergeschluckte Nahrung wird durch Hustenstöße sofort wieder entleert. In den letzten Tagen komatös. Sektionsbefund. Das wesentlichste Charakteristikum im Sektionsbefunde bei der Schlafkrankheit ist die diffuse Leptomeningitis. Schon Clark, dem wir — soviel ich sehe — die ersten Beschreibungen über die makroskopischen Veränderungen in 5 Fällen von Schlafkrankheit verdanken, hat auf die Verdickung, Trübung und Injektion der Meningen hingewiesen (1840). Seine Befunde haben andere Autoren bestätigt: die meningitischen Läsionen waren fast immer sehr aus- gesprochen, in einzelnen Fällen waren sie jedoch ganz unbedeutend und makroskopisch nicht sicher zu erkennen. Die Trübungen und Verdickungen der Hirn- und Rückenmarkspia sind ihrer Intensität nach in den einzelnen Fällen außerordentlich verschieden. Das meningeale Exsudat ist in den nicht komplizierten Fällen klar oder leicht gelb gefärbt. Die portugiesische Komission berichtet über 51 Obduktionsbefunde, bei welcher die Meningen stets mehr oder weniger verdickt, jedoch nur imal eitrig infiltriert waren; in diesem Falle war es von einem Dekubitus aus zur septischen Infektion gekommen. In der Statistik anderer Autoren wird ein eitriges Meningealexsudat häufiger vermerkt, z. B. bei CASTELLANI 3mal](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21295876_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)