Licence: Public Domain Mark
Credit: Bacteriology. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by London School of Hygiene & Tropical Medicine Library & Archives Service. The original may be consulted at London School of Hygiene & Tropical Medicine Library & Archives Service.
272/344 (page 272)
![Es handelte sich dabei um vergleichende Yersuche liber den Desin- fectionswertb von Sublimat, Quecksilbercyanid und Qnecksilberoxycyanid (HgO Hg(C]Sr)2), und ich mocbte den Anlass ergreifen, nm die Auf- merksamkeit der Yersammluug und namenlicb unseres bocbverebrten Prasidenten, der ersten Autoritat auf dem Gebiete der Antisepsis, besonders auf das letztere Praparat hinzulenken. Dasselbe besitzt ungefabr die gleicne Desinfectionskraft wie Sublimat, wirkt aber auf die Scbleimbaute viel weniger reizend und hat auch ■wesentlich geringere Neigung, mit Eiweisskorpern Niederschlage zu erzeugen. Die Yersuche wurden theils mit Milzbrandsporen, theils mit nichtsporenbildenden Bacterien, z. B. Bacillus pyocyaneus, ausgefiihrt in der Weise, dass eine sehr dichte Emulsion der betreffenden Bacterienart mit der anti- septisohen Losung gemischt, dann nach bestimmter Zeit Proben daraus entnommen, und diese zunachst in sterile Bouillon iibertragen wurden. Hier fand nun eine bedeutende, mehr als tausendfache Yerdiinnung des Antisepticums statt, und von da aus wurden nun erst die Aussaaten auf das eigentliche Nahrmedium iibertragen. Bei diesem Yerfahren erhielten wir, wie erwahnt, mit Sublimat Resultate, welche bewiesen, dass bisher auf Grund der Yersuche mit SeidenfMen die todtende Wirksamkeit des Sublimats bedeutend iiberschatzt worden ist. Was iibrigens die Sporen- Seidenfaden betrifft, so vermag ich mich der Meinung Behrings nicht anzuschliessen, der neuerdings ihre Anwendung als Testobject wieder vertheidigt, well die Seidenfaden den natiirlichen Bedingungen (inficirte Kleider n. s. w.) am besten entsprechen sollen. Deratige Yersuche haben nur dann einen Werth, wenn die Aufgabe eine genau umgrenzte ist, und dies ist nicht der Pall bei so complicirten Bedingungen, wie sie durch Anhaften der Sporen an Seidenfaden geschaffen werden. Wenn man aber die Aufgabe klarstellt und mit suspendirten Bacterien arbeitet, dann erhalt man Resultate, welche die Angaben von Gruber und die friiheren von Geppert vollkommen bestatigen. ^ Rapports du Bacillus coli communis avec le Bacille d’Eberth, et I’Etiologie de la Fievre typhoide- (Recherchcs faites an laboratoire de medecine experimentale de la faeulte de Lyon par MM. M. Rodet, M. G. Roux, M. Yallet.) PAR le Professeiir Ari.oing, Directeur du Laboratoire, Lyon. A. Je ne compte pas faire une etude complete de I’etiologie de la fievre typho'ide, mais exposer simplement certaines idees qui out pris naissance dans mon laboratoire a la suite de I’examen bacteriologique de certaines eaux suspectes d’avoir produit la fievre typho'ide. Avant 1887 nous acceptions le rble etiologique du bacille d’Eberth tel qu’il avait ete trace par Eberth, Koch, Gaffky, tel qu’il semblait resulter des recherches bacteriologiques de Brouardel, Chantemesse et Widal, etc., etc.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28045440_0274.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)