Beiträge zur Kenntnis der Assyrisch-Babylonischen Medizin : Texte mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar / von Friedrich Küchler.
- Date:
- 1904
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Credit: Beiträge zur Kenntnis der Assyrisch-Babylonischen Medizin : Texte mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar / von Friedrich Küchler. Source: Wellcome Collection.
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![(Meissner, Supplement), sonst auch geschrieben SIM.BAL. In ZA XV, S. 421 erklärt sich Meissner wegen des Stadt- und Flussnamens Pallukat (IlaXlaKorxaQ) für die Lesung- pallukk7i\ ob mit Recht.? Z. 16. ana SA.BI entweder = ana oder möglicher Weise = ana libbi-su\ findet sich doch K7ib etc., III, 30 eine Schreibung si-pi-BI, wo nach dem Zusammenhang Bl unbedingt für -su steht. ln ba-HAR ist wegen der Schreibung ln ba-hi-lr (Z. 20) entweder ln ba-hir zu lesen oder das a in har steht, vielleicht bedingt durch das r, für etymologisches i. Die Gruppe ist als Wunschpartikel ln mit dem Permansivum eines Verbums irD aufzufassen, das bis jetzt ausser V R 45, III, 3 in rein verbaler Form nicht nachgewiesen ist. Die Bedeutung ist ganz unsicher; IV R 58, 41b wird bahru von Kochtöpfen gebraucht, ibid. 56, 26a vielleicht von einer Flüssigkeit, mit der jemand begossen werden soll; am wahrscheinlichsten wäre danach für bahärn wohl eine Bedeutung „abkühlen“; es fragt sich nur, was dann K/ib etc., II, 45 das vorausgehende HALBA = liksi soll. Soll es dort heissen „es soll kalt werden, abkühlen“ im Gegensatz zu einer bloss bis zur Lauheit führenden Abkühlung.? Z. 17. i-si-bi wird als Präs. I i von sibn, satt sein, gefasst werden müssen; der Sinn wäre also „wenn er sich satt isst und trinkt“. ik-ta-jia-sn-s[n\ I 3 von kasü, wie iktanasn (Z. 15) mit n am Ende statt des zu erwartenden i. DIB .DIB .MIS-sn = Issabat-sn (= Issabassn). Das Pluralzeichen hinter dem Doppel- ideogramm erscheint überflüssig, da eine Pluralform nicht am Platze und auch nicht vom Schreiber vorausgesetzt ist, wie die Form des Suffixes [sjc für sn) deutlich zeigt. S. Nachtr. Z. 18. I. TAR ist jedenfalls phonetisch zu lesen; man denkt dann zunächst an einen Status constructus eines Substantivs; über die Lesung Hesse sich dann gar nichts sagen. Da es aber von i-TAR in K 71b etc., III, i sicher ist, dass es eine Verbalform sein muss und ausserdem K 71b etc., III, 47 in ähnlichem Zusammenhang das Ideogramm von agägn [TUM] vorkommt, so werden wir auch hier eine Verbalform anzunehmen haben und mit Delitz.SCH auf Grund von II R 28, 6a, verglichen mit II R 30, 2ie {TAR mit Glosse gu-ng), l-gng zu lesen haben, was dann entweder Präteritum, Präsens (für iggng) oder Permansiv I i der Form fcinl von agägn ist; gegen letzteres spricht zunächst, dass bei Reisner, Hymnen, 61, 8 sich wohl ein Permansiv agig findet, und dann, dass am Anfang von Zeile 17 mehrere Präsentia oder doch wenigstens ein Präsens und eine Form, die Präsens und Präteritum sein kann, stehen. Die Bedeutung von agägn wird der von sarähn = glühen verwandt sein, da mehrere Male (die Stellen siehe bei DELITZSCH, HWB 14) libbi igng und issarnk {issarili) kabitti im Parallelismus stehen. Möglich wäre übrigens auch, dass das auf igng folgende libbi-sn gar nicht mit igng zu verbinden ist, sondern mit MU.SI.KI.NIM ntaris. Dabei würde nur eine dann anzunehmende Verbindung des Plurals libbi-sn (Z. 17) mit dem Singular igng auffällig sein, während bei der von mir angenommenen Syntax die Wortstellung etwas befremdlich ist. MU.Si.Kl.NIM ist jedenfalls der Name der Krankheit, an welcher der Kranke leidet. Vielleicht ist die Gruppe phonetisch zu lesen, also mu-U-ki-nim oder nin-si-ki-inm\ beide Wörter wären bisher unbekannt, und ich vermag keine Bedeutung für sie zu ermitteln. Die Unterscheidung der drei Nadelhölzer irinn, snrminu und bnräsu macht einige Schwierigkeiten; irinn steht als Ceder, Pinus Cedrus L., fest, ebenso wohl bnräsn als Cupressus sempervirens L. trotz der Bedenken, die VON Oefele in ZA XV, SS. i loff. dagegen vorbringt, snnnivn erscheint im Syrischen in doppelter Form, als und daneben](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28038472_0104.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)