Beiträge zur Kenntnis der Assyrisch-Babylonischen Medizin : Texte mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar / von Friedrich Küchler.
- Date:
- 1904
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Credit: Beiträge zur Kenntnis der Assyrisch-Babylonischen Medizin : Texte mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar / von Friedrich Küchler. Source: Wellcome Collection.
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![Vor diesem Baumuamen ist wegen des folgenden tu-na-tak vermutlich A = ini zu ergänzen. mittiikii heisst nämlich wahrscheinlich „tropfen machen, träufeln“; schon aus IV R 20, Nr. 3, Vs. 1617, wo natäku mit sarani als Aciuivalent für Bf. GIS,BI. CIS (Z. 15) wechselt, ergiebt sich für I i eine Bedeutung ,,lliessen“ oder ,,tropfen“ mit grosser Wahrscheinlichkeit. (J.) Wenn es aber in dem von mir kopierten Texte Rm 2, 315, Z. 8 heisst: J amilu libbi US-lu maris-ma sinäii-hi BI.GIS.BI.GIS, so ist es so gut wie gewiss, dass das dem BL GIS. Bl. GIS entsprechende assyrische Verbum „tropfen“ heisst. II i vonhat dann jeden- falls kausative Bedeutung. Das Ideogramm ist x’ielleicht onomatopoetisch (bis-bis!). Für {isu) KIB giebt Rm. 367 etc., Rs. ii (bei MEISSNER, Supplement) die Lesung sallnni an, IIR 23, 2ie. f iiilbhu [oder \sainmn) ribhu'.\\ in Rm 346, 14 (bei Meis.SNKR, Supplement) steht salluni als zkquivalent eines auf -hu endenden Pllanzennamens, ver- mutlich also von {u)rib/tu. Aus dieser Liste ergiebt sich, dass sallnnt und [iLribhu höchst wahrscheinlich Namen von Dorngewächsen sind. Vgl. ZZ. 4. 16. 17. [isu ] ini ist hier gewiss Name eines bestimmten Baumes. Das Wort ini darf vielleicht mit aram. (Assaf 53b) = arab. = Laurus nobilis = Lorbeerbaum zusammen- gestellt werden. Doch giebt es auch einen aram. Baumnamen = f/V(nxtj = Tamariske. S. Löw, Aram. Pflanzennamen SS. 65 und 299. Wenn in Rm 346, 15 wirklich GIS.MA.XU (= ini) zu lesen ist, so würde dadurch nahegelegt werden, auch in ini ein Dorngewächs zu sehen. Dies würtle wiederum auf eine Verwandtschaft des assyrischen Wortes mit hebräischem iS’“’ ,,Gestrüpp“ hinweisen. (J.) Die allgemeine Bedeutung des hebräischen Wortes wäre dann wohl erst aus einer speziellen (l“'’ wäre dann ursprünglich etwa Name eines bestimmten gestrüppbildenden Gewächses) abgeleitet. Z. 52. MA D^IM ist sicher phonetisch, uia-dam, zu lesen als Acc. von ma du, madu — „viel“. Denn mit einem DAM als Ideogramm ist schlechterdings kein erträglicher Sinn für unsere Stelle zu gewinnen. Das erste GIG wird demnach nicht als das Verbum uiaräsu, sondern als das Substantiv mursu aufzufassen sein. Z. 53. Gehört MAN.BURU zu [sammu) IM. HAK, das sich ohne diese Zeichen dahinter K 191 etc., IV, 52 findet? Z. 55. Hier wird am Ende der Zeile statt LV.RA.DA, wie ich kopierte, zu lesen sein kab-ra sa. Eine Verwechselung von IN und KAB ist in diesen eng geschriebenen Texten sehr leicht — s. auch Nachtrag zu K 191 etc., II, 16 — und auch DA und .Sfi sind oft nicht sicher zu unterscheiden. Für die soeben vorgeschlagene Lesung spricht besonders K 61 etc., IV, l, wo Mr alpi kab-ra vorkommt. kabru = „dick“ nach Jen.sen in KB VI, 1, S. 413. Z. 56. Über diese Zeile s. o. zu K 191 etc., I, 3. Recht auffällig ist die Angabe bala sauini, die darauf schliessen lässt, dass, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, zu den Arzeneien immer Ul verwandt wurde. Z. 57. U ZAG wird wohl phonetisch, u-z\sag\k\k, zu lesen sein und könnte Präs. 11 r von einem Stamme mediae 1 oder 1 sein; besser aber ist es wohl (J.), die Gruppe als verkürztes Präsens II i von ':akü „rein sein“ mit kausativer Bedeutung zu fassen und mit „er soll reinigen, läutern“ zu übersetzen. Ebenso werden die P’ormen tu-zak K 61 etc., III, ii. 13. 16 aufzufassen sein (daneben tuzakka ibid. IV, 38). Solche verkürzte h'ormen von Verbis tertiae infirmae sind ja nicht ganz selten. lisäuu ist dann wohl Objekt. Z. 58. TA ÄTL'VWAÄ'ist wohl ganz phonetisch, ta-kau-uak, zu lesen. WHÄ’könnte ja auch tur satu stehen, doch würde ilann das 71 i 7GLA zwischen ///AV/i?/und einem uner-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28038472_0125.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)