Beiträge zur Kenntnis der Assyrisch-Babylonischen Medizin : Texte mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar / von Friedrich Küchler.
- Date:
- 1904
Licence: In copyright
Credit: Beiträge zur Kenntnis der Assyrisch-Babylonischen Medizin : Texte mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar / von Friedrich Küchler. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by Royal College of Physicians, London. The original may be consulted at Royal College of Physicians, London.
131/218 (page 115)
![Ermüdung des Patienten zu suchen sein. Von dieser Ansicht aus gab ich meine Über- setzung. Wahrscheinlicher erscheint mir jetzt aber, dass isihig\k[k eine Vorschrift für den Patienten enthält, die in keinem kausalen Zusammenhang mit dem vorher angeordneten Verfahren zu stehen braucht. Z. 58. Über istanasi siehe Nachtrag zu K 191 etc., 11, 38. — .Ski // A {akahi u m't) steht hier, wie oben (ZZ. 36. 39. 44) SA (//) BI [akaln (;/) sikani\, bezvv. die Plurale dieser Substantiva und unten (Z. 61) .Ski A {akahi mi), wohl als zusammenfassende Bezeichnung für die gesamte feste und flüssige Nahrung. Z. 59. (rikkii) KÜ.KÜ ist nach Rm. 367 -]- 83—i --18, 461a, Vs. 28 (bei MEIS.SNEK, Supplement) kukru zu lesen. Z. 60. Es ist fraglich, ob die beiden ersten Zeichen unsrer Zeile phonetisch zu lesen sind, da A.DAN ein Ideogramm mit mancherlei Lesungen {illu, mit, inilii] ist (s. BrÜnnow' 11535 —11539) denen wir freilich nicht wissen, ob sie für unsre Stelle in Betracht kommen; was aber die Bedeutung von A.DAN = sihrii, und wie sein verstümmeltes Äquivalent ha-a\ zu ergänzen ist, ist ebenso unbekannt. Sollte in unseren Te.xten (die Gruppe kommt noch häufig vor und zwar verbunden mit [rikkii] IJAL, mit LI. LAR und mit abiikatif, hierzu wird nach K 61 etc., I, 18 und IV, 24 auch an der vorliegenden .Stelle zu ergänzen sein) phone- tisch a-kal zu lesen und dies mit „Speise“ oder „Brot“ zu übersetzen sein? Für die letztere Bedeutung spricht vielleicht die schon erwähnte Stelle K 61 etc., IV, 24, wo es, die Berech- tigung einer rein phonetischen Lesung vorausgesetzt, heissen würde: a-kal {a-bii\-ka-ti ta-pa = du sollst ein Brot von (oder mit) abiikatii backen. Doch s. wegen ta-pa zu Sp. I, 19. Gehören SU und TI zusammen? Möglich wäre wohl, dass TI, wie in K 191 etc., I, 15, für litu = „die Schenkel“ steht. Z. 61. Nach dem Bruch in der linken Flälfte der Zeile folgen die Zeichen NI RU RU und, wie mir JOIINS ausdrücklich bestätigt, ZU, nicht SU. Ich bin auf Grund von K 191 etc., IV, 52 und Z. 39 der uns vorliegenden Spalte geneigt, ZU ivw einen Fehler des .Schreibers an- zusehen und RU.RU-su = imtakut-sii herzustellen; iWkönnte in diesem Falle z. B. isätii oder ein Synonym dieses Wortes in der Bedeutung „(Fieber-)Hitze“ vertreten. Vgl. K2412 etc'., I, i; f amilii inithhi-sH NI ii-kal und K 6l etc., I, 9: libbi-sn NI ii-kal. Mit dem Suffix -sii ist entweder der Kranke {aiiTilu) oder dessen Inneres {libbi-hi) gemeint. Auch zu dem folgenden sara irtasi können diese beiden Wörter gleich gut Subjekt sein. Z. 62. SI.DI kann in dieser Zeile nicht gut für htsiirii oder hitisuru stehen, wenn man hier nicht eine stark verkürzte Ausdrucksweise annehmen darf, sodass es für inapihi ii KU-sii tiTsüsir stände. Besser ist es jedenfalls, SI.DI hier wie in K 61 etc., IV, 27 durch eine Form von sukaminiimii {itskammam') wiederzugeben. Z. 64. Dafür dass in Verbindung mit KA — siiitiit das Zeichen RA T g ka.o'sa.c sii zu lesen ist, siehe BrüNNOW 2298. AN'.BAR steht sonst i\\r parzillii = „Eisen“; auch hier? Der Rest der Zeile ist mir gänzlich unverständlich. Spalte III. Z. 1. Über i-gitg s. 0. zu K 191 etc., II, 18. Mit dem NAK (hierzu ist der Zeichenrest nach S^IG gewiss zu ergänzen) weiss ich nichts Rechtes anzufangen. Dass WA/k hier nicht, w'ie sonst so häufig in unseren Texten, für satn stehen kann, erscheint mir selbstverständlich.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28038472_0131.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)