Beiträge zur Kenntnis der Assyrisch-Babylonischen Medizin : Texte mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar / von Friedrich Küchler.
- Date:
- 1904
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Credit: Beiträge zur Kenntnis der Assyrisch-Babylonischen Medizin : Texte mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar / von Friedrich Küchler. Source: Wellcome Collection.
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![Namen eines Fisches, dessen Lesung unbekannt ist, darstellt. S. auch Cuneiform texts from Babylonian tablets tkc., part. XIV, pl. 41, K 10126 etc., Z. 6, wo das IIA am Ende fehlt; ob vor SA am Anfang auch GIS. LA oder gar, wie es nach der Art des Textes wahrscheinlich ist, SAM. GIS.LA gestanden hat, kann nicht festgestellt werden. GIS. LA würde dann Ideogramm für den Namen eines Pflanzenteiles sein; wie dieser dann zu lesen wäre, bliebe unbekannt. Doch könnte GIS. LA vielleicht auch eine Gräte oder einen charakteristischen Körperteil des Fisches bezeichnen, nach dem dann die Pflanze benannt wäre. Z. 19. KU.KU — issalal nach IV R 27, 37/38 b; salaln bedeutet besonders „sich zur Ruhe niederlegen“, und auf dem Ruhen wird hier, wie in Z, 33, der llauptton liegen, falls dort, was mir sehr wahrscheinlich dünkt, nach iua irsi zu KU, bezw. KU.KU, zu ergänzen ist. Z. 20. Statt ta-has-sal könnte man auch ta-tar-rak lesen. Da aber taraku sonst in unseren Texten niemals als Bezeichnung für eine Apothekermanipulation vorkommt, das Ideogramm für hasälii [GAZ] dagegen häufig genug, wird man doch wohl mit der Lesung tü-kas-sa/ das Richtige treften. Z. 22. KU.AS.A.AN wird jedenfalls irgend eine Mehlart bezeichnen, da solche öfters in unseren Texten Vorkommen und eine andere Bedeutung wegen des voran- gehenden '/j KA wenig wahrscheinlich ist. Was aber unter AS.A.AN zu verstehen sei, ist mir ganz dunkel. ZiMMERN ist (Beiträge S. 98, zu Z. 33) nicht abgeneigt AS.A.AN mit asnan „Weizen“ gleichzusetzen. Ob man das darf.? Z. 23. Nach LAL (worüber oben zu Sp. II, 44) fehlt in meiner Abschrift ina, das aber nach dem Zusammenhang vor {karpatu) KAN unentbehrlich ist, also auf jeden Fall ergänzt werden muss. Z. 27. Das UT nach [samniu'] zu-7-i-ra ist vermutlich pisa zu lesen, obgleich an dieser Stelle das in diesem Fall gewöhnlich stehende phonetische Komplement [-a] danach fehlt. Möglich wäre es aber auch, dass [sainiuji) zu-ri-ra-tu zu lesen ist. Z. 29. IM.IS. TAK.KUR.RA (so auch K 61 etc., III, ii) bezeichnet jedenfalls einen lehmartigen Brei aus Staub von „Bergstein“. Fraglich ist blos, ob dieser Gruppe als Lesung lit ipri ahan sadi oder ein einziges, diesen Brei bezeichnendes Wort entspricht, aban sadi ist Kalkstein, wie wir jetzt aus den Inschriften der Kalksteinpflasterblöcke von Ai-ibur-sabii wissen (s. Mitteilungen der Deutschen Orientgesellschaft Nr. 6, SS. 5 — 7). Phiter ,,Lehm von Staub von Kalkstein“ wird man dann höchst wahrscheinlich gelöschten (und mit Wasser angerührten.') Kalk zu verstehen haben. Z. 30, {GIS) IJA.LU\ ist gewiss zu GIS.ILA.LU.UB zu ergänzen und dieses nach II R 45, 5od. e in berichtigter P'orm {isu) hulnppu zu lesen. Z. 31. GIS.A. TU .GAB .INS ist z. B. nach VR 26, 19g. h [isii) sarbatu zu lesen; nach eben dieser Stelle ist dieser Baum ein W'aldbaum und nach Ri:i8XEK, II_\’mnen 3, 22 wächst er am Ufer. Z, 32. Zum Anfang der Zeile s. o. zu Sp. III, 36. Z. 33. Wegen der Ergänzung zu isalal nach i)ia {isu) i/K s. 0. zu Z. 19. Für SU.IL7IK WnA man hier, wegen des darauf folgenden Suffixes -Ui, eine Form vom Stamme III l von ramiiku zu lesen haben, wenn nicht etwa ramaku, wie englisches „to wash“ neben der reflexiven auch transitive Bedeutung hat, wofür Stellen wie K 61 etc., I, 40. IV, 30 wohl sprechen könnten. Bei SIS gegen PInde der Zeile, das fraglos für eine P’orm von pasasu steht, ist es nicht sicher, ob eine solche der 2. oder 3. Person gemeint ist. In beiden Fällen ist es dann abermals zweifelhaft, ob I i oder eine andere Konjugationsform zu wählen ist.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28038472_0143.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)