Beiträge zur Kenntnis der Assyrisch-Babylonischen Medizin : Texte mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar / von Friedrich Küchler.
- Date:
- 1904
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Credit: Beiträge zur Kenntnis der Assyrisch-Babylonischen Medizin : Texte mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar / von Friedrich Küchler. Source: Wellcome Collection.
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![= „zermalmen“ (und DIR = hipn (IIR 27, 55g. h) ebenfalls = „zermalmen“). Also wird wohl auch salätn (und snllutii) etwas derartiges bedeuten. Dazu fügt sich (J.) sehr gut hebr. nbb = „Feinmehl“, für das hiermit die Etymologie gefunden wäre, gegenüber dem in Bezug auf seine Verwandtschaft mit iibb doch recht zweifelhaften das Gesenius- Buhl S. 569 aus BA III, 361 anführt. Das arab. (ibid.), dessen Bedeutung nicht allzuweit von der von ilbb entfernt ist, könnte dagegen mit unsrem salätn zusammen- gehören. Zum Ende der Zeile s. zu K 71b etc., IV, 4. Z. 40. klma pl bedeutet vielleicht „nach dem Wortlaut“ (sonst kl pi), das dann aber hier absolut stände, während sonst immer ein Genitivus subjectivus dazu gehört. Gemeint wäre damit wohl eine hier nicht erwähnte aber dem Arzt bekannte Instruktion für das im Folgenden vorgeschriebene ramäku, mag dies nun hier „waschen“ oder „sich waschen“ bedeuten. Über diese Frage s. o. zu K 71b etc., IV, 33. Möglich wäre aber viel- leicht auch, dass klma pl hiesse „wie den Mund“, und dass dies elliptisch für „wie den Mund, so auch den übrigen Körper“ stände. Z. 41. Die auf isati-via folgenden vier Zeichen sind mir unerklärlich. Statt des ersten, /, wäre auch / möglich. Z. 43. Die auf UT folgenden Zeichen sind gewiss ganz phonetisch, also i-tur-7'u i-g\kaz\s-zisa-az\s zu lesen. Was itnrrn hier ist und bedeutet, ist infolge eines Bruchs der Tafel nicht zu sagen. Z. 46. Die Ergänzung zu kakkassu halte ich für absolut sicher, da mit ihr wieder einmal die in der assyrischen Medizin beliebte Reihenfolge (von oben nach unten) bei Auf- zählung von Körperteilen vollständig wird. Z. 48. Über täbat luü-sal-lim s. o. zu K 191 etc., I, gf. BA 7'und S'A gehören höchst wahrscheinlich zusammen; in Sp. III, 16 nämlich, wo dieselben beiden Zeichen mit dem Pluralzeichen dahinter Vorkommen, wäre mit einer durch Trennung der beiden Zeichen notwendig werdenden Lesung buäni oder ähnlich für SA.MIS schlechterdings nichts anzufangen, weil darauf tiizak — „du sollst läutern“ folgt. BAT und SA werden demnach zusammen eine Substanz bezeichnen, welche man läutern kann. Mehr vermag ich darüber nicht zu ermitteln. Z. 49. I7AR.HAR ist nach VR 19, 45 c. d durch eine Form von tinu wiederzugeben; dies Verbum entspricht hebr. ]ntD (s. Ge.SENIUS-Buhl s. v.) und bedeutet wie dieses „mahlen“. Merkwürdig ist, dass bei diesem Stamme im Assyrischen das emphatische / fast überall dem t gewichen ist. Die einzige mir bekannte Stelle, in der sich eine Schreibung mit t findet, steht im Recueil de Travaux etc., Vol. XXIII, in dem dort in Note LX von SCHEIL publizierten Text aus Konstantinopel Nr. 583, Rs. Z. 20, wo geschrieben ist. NAGAR und NU (die Richtigkeit der Lesung bestätigt mir JOllNS) gehören ohne Zweifel zusammen; denn das ist klar, dass NU hier nicht für lä stehen kann, da der Text ja sonst besagen würde „du sollst einen Zimmermann nicht machen“, was ganz unsinnig wäre. NAGAR.NU ist also Ideogramm für den Namen irgend eines, vermutlich aus dem vorher bereiteten Teige herzustellenden, Dinges, das, mit 01 besprengt, dem Kranken auf den After gelegt werden soll. Z. 50. PIS ist möglicherweise das Ende eines phonetisch geschriebenen Wortes, das auf -pis oder -gjk'kir endete und dann wohl Nomen regens zu plsu war. DUGUD = kabit gilt hier wohl, wie “3D im Hebräischen, von einem Körperteil, der nicht richtig funktioniert.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28038472_0152.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)