Volume 2
Mikroskopische Anatomie oder Gewebelehre des Menschen / von Dr. A. Kölliker.
- Kölliker, Albrecht, 1817-1905.
- Date:
- 1850-1854
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Credit: Mikroskopische Anatomie oder Gewebelehre des Menschen / von Dr. A. Kölliker. Source: Wellcome Collection.
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![16 tichlig, gewiss nicht in allen vorkommt. Die zusammengesetzten Fett- tiäubchen linden sicli besonders schön bei grosser Entwicklung der 1 etthaut und lassen dann eine grössere Zahl immer kleiner werdender 1 ettklümpchen mit successive immer leineren Scheiden erkennen ; bei magern Individuen finden sich dagegen einfachere Klümpchen, was auch bei dem in der eigentlichen Lederhaut befindlichen Fette die Regel ist, das nur ungefähr bis zu den Talgdrüsen emporsteigt und im Corpus pa- pilläre selbst gänzlich fehlt. Nicht zu Läppchen vereinigte, isolirte oder reihenweise neben den Gelassen liegende Feltzellen sah ich bis jetzt nur, obschon in geringer Menge, in den tiefsten Lagen der Tunica dartos, ferner hie und da um die Haarbälge herum und zwischen den Windungen der Kanäle der Schweissdrüsen. Die Beschaffenheit der Fettzellen der genannten Theile ist bei nur eini- germassen wohlgenährten Individuen die, dass dieselben runde oder ovale, 0,01—0,06 (im Panniculus adiposus der Handfläche nach Harting [1. c.p. 51.] beim Manne 0,022-0,034', im Mittel 0,046 ) grosse dunkel- randige, mit flüssigem blassgelbem, einen einzigen Tropfen bildendem Fette erfüllte Zellen mit einem wandständigen, schwer sichtbar zu machenden Kerne darstellen (Fig. 7). Bei Magern finden sich dagegen fast gar keine Zellen dieser Art, sondern mehr oder we- niger abweichende Formen. I11 weissgelb- \ liehen Fettträubchen zeigen sich hin und j J\) wieder Zellen, die statt eines grossen Fett- ' / : \ tropfens mit vielen kleinen erfüllt sind und / \ ' j ganz granulirt und undurchsichtig aussehen. '' j 'j Am häufigsten aber sind in den ihrer gros- sen Mehrzahl nach intensiv gelb , gelbroth oder braungelb gefärbten kleineren Fettläppchen Zellen, wie sie schon zum Theil von Heule (p. 394) und Todd und Bowman (I.p. 82), neulich auch von Ger lach beschrieben worden sind, die neben dem mehr oder weniger geschwundenen Fett eine helle Flüssigkeit ent- halten, serum haltige Fettzellen (Taf. 1. Fig. 1, 1). Die einen derselben gleichen noch sehr den gewöhnlichen Fettbläschen, indem der Rest des Fettes einen noch ziemlich grossen Tropfen bildet und das zwi- schen demselben und der Membran der Zelle angesammclle Serum spär- lich ist; bei andern schwimmt in vieler Flüssigkeit eine sehr verklei- nerte, intensiv gelbgelarble Fettkugel, bei noch andern endlich finden Fig. 7. Normale Fettzellen von der Brust 350 mal vorgr. a. Ohne Reagentien, b. nach Behandlung mit Aetlier, wodurch das Fett ausgezogen wird und die faltige zarte Hülle bleibt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21462537_0002_0032.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)