Lehrbuch der Ohrenheilkunde : mit Einschluss der Anatomie des Ohres / von Dr. von Tröltsch.
- Anton von Troeltsch
- Date:
- 1867
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Credit: Lehrbuch der Ohrenheilkunde : mit Einschluss der Anatomie des Ohres / von Dr. von Tröltsch. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![So ^s-eist einmal die vordere untere Partie vom Umbo bis zum Anboftung-sinado eine ziemlicb entwickelte Convexität nach aussen nuf; ferner bedingt der von innen her sieb anstemmende kurze Hammer- fortsatz am oberen Pole dos Trommelfells eine kleine aber sehr bestimmte Hervortrcibung, von welcher häufig zwei ausgeprägte Fal- ten nach beiden Seiten ausgehen, eine kürzere nach vorn und eme längere nach hinten. Sind die Wölbungsverhältnisse des Trommelfells nicht so ganz einfacb, so verhält es sich ähnlich mit der Neigung desselben, d. h. mit dem Winkel, welchen dasselbe mit der Axe und den Wänden des Gehörganges bildet. Das Trommelfell liegt schräg am Ende des Gehörganges und zwar schräg sowohl im Sinne seines Höhen- als als im Sinne seines Breitendurchmessers. Es bildet auf diese Weise mit der unteren und mit der vorderen Wand einen spitzen, mit der oberen und mit der hinteren Gehörgangswand einen stumpfen Winkel. Das Trommelfell liegt somit der äusseren Ohröffnung am entferntesten mit seinem vorderen Kande, etwas weniger entfernt mit seinem unteren Rande; am nächsten ist dem Ohreingange sein oberer, etwas weniger nahe sein hinterer Rand gerückt. Fällt man vom oberen Pole des Trommelfells eine Senkrechte, so trifft dieselbe die untere Wand des Gehörgangs c. 6 Mm. entfernt vom unteren Pole der Membran. Die eigenthümlichc Schräglage dieses Häutchens ist bedingt durch die verschiedene Länge der einzelnen Gehörgangswände resp. durch die Neigung des den Gehörgang nach innen begränzcndcn Knochen- rings, in welchem das Trommelfell eingefalzt ist. Dieser Knochenring, welcher lange eine gewisse Selbständigkeit besitzt, bildet aber einen integrirendcn Theil des Schädclgrundes und Schädelrandes, woraus sich erklärt, dass seine Stellung und Neigung in einem bestimmten Abhängigkeitsverhältnisse steht zur jeweiligen p]ntwicklung und For- mirung des ganzen Schädels, gleichviel ob dessen Ausbildung nach den physiologischen W'aehsthums-Gesetzen vor sieh geht oder krank- haften Störungen und Hemmungen unterliegt. Beim l oetus liegt der Annulus tympanicus mit dem Trommelfell Anfangs ganz wagrccht; dasselbe ist mit seiner vollen Breitseite nach unten gerichtet, so dass es einen Theil der Schädelbasis ausmacht. Noch beim neugebornen Kinde hat es eine nahezu horizontale Lage und bildet mit der oberen Gehörgangs\vand eine von einer geraden Linie sich wenig unterscheidende Curvc. Der obere Pol des Trom- melfells nmss beim Neugeborenen daher eigentlich als lateraler bezeichnet werden und liegt derselbe der äusseren Ohröffnung ziemlich nahe. Diese wagrechtc Lage des Trommelfells macht es auch,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22287346_0051.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)