Der doppelte Standpunkt in der Psychologie / von Mary Whiton Calkins.
- Mary Whiton Calkins
- Date:
- 1905
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Credit: Der doppelte Standpunkt in der Psychologie / von Mary Whiton Calkins. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![bei ihrer Einteilung der inneren Beobachtung folge; zweitens weil sie insofern inkonsequent handelt, als sie am Ende doch einer psychologischen Analyse bedarf, um die sogenannten Elementseigenschaften, Qualitäten und Intensitäten, auszu- sondern. Eine dritte Schwäche dieser Theorie wird sich später zeigen. ^ Folgende Analyse des Bewußtseins gehört zu der erst- beschriebenen Klasse, wendet die Methode der inneren Be- obachtung an, und versteht unter dem Begriff „Element“ den durch innerliche Beobachtung unterscheidbaren Bewußtseins- bestandteil. a) Empfindungselemente. Folgendes, durch Reflexion vermitteltes, Merkmal kenn- zeichnet die Empfindungselemente als zu allen Bewußtseins- erlebnissen gehörig. Einerlei zu welchen Höhen unser Denken steigt, wie leidenschaftlich wir von Liebe oder von Haß ge- trieben werden, vor Liebe zu Grott erbeben, oder über die Un- endlichkeit spekulierend forschen •— in allen Phasen, auf allen Höhen unseres Bewußtseins spielen die Empfindungselemente ihre Rolle. Es gibt also kein Bewußtsein ohne Empfindungs- ^ Der Begriff des Elements als Begleiterscheiuung eiues einfachen physiologischen Prozesses wird von vielen Verteidigern der dritten Theorie als Ergänzung oder auch als Alternative derselben betrachtet. Der Begiüff des Elements als Parallelinhalt zum physikalischen Prozesse wird von Münsterberg am konsequentesten durchgeführt. (Vgl. „Grundzüge der Psychologie“. Kap. 9. § 3.) Au dem einzigen Element, der Empfindung, erkennt er dreierlei Arten Eigenschaften der Empfindung (Qualitäten, wie er sie nennt): Inhaltsqualitäten, Formqualitäten und Wertqualitäten. (Es muß hinzugefügt werden, daß Münsterberg hinter dem einen Element, der Empfindung, logisch mögliche Urelemente anerkennt und zwar auf Grund der zugegebenen Gleichheit der Empfindungen [vgl. a. a. 0. Kap. 9. § 8]. Da jedoch der hierzu vorausgesetzte Begriff der Ähnlichkeit kein unbesti’ittener ist, und da Münsterberg diese Theorie der Urelemente in relativer Unabhängkeit von seinem übrigen System einführt, soll hier nicht weiter darauf eingegangen werden.)](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22397723_0016.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)