Das Lachgas, eine chemisch-kultur-historische Studie / von Dr. Ernst Cohen ; mit 32 Autotypien im Text und einer farbigen Karikatur.
- Ernst Cohen
- Date:
- 1907
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Credit: Das Lachgas, eine chemisch-kultur-historische Studie / von Dr. Ernst Cohen ; mit 32 Autotypien im Text und einer farbigen Karikatur. Source: Wellcome Collection.
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![von wissenschaftlicher Tüchtigkeit und befähigt, von den vorhandenen schönen und reichen Hilfsmitteln einen rechten Gebrauch zu machen. Einen grösseren Mangel als den bezeichneten kann es freilich nicht geben, und wo derselbe besteht, da wird eine Anstalt nichts leisten, sollte dieselbe auch mit der freigiebigsten Hand ausgestattet worden sein und über Millionen zu verfügen haben. Der Geist nur ist es, der zu schaffen vermag, und ein einziger produktiver Kopf bringt mit Wenigem Bedeutenderes hervor, als die grössten Geldsummen ohne dies mächtige Hilfsmittel. Dies scheinen die reichen Herren der Altstadt nicht recht gewusst zu haben; sonst hätten sie mehr auf Personen als auf Dinge gesehen und mit einigen tüchtigen Männern an der Spitze ihres Instituts und der Hälfte der bisherigen Ausgaben hundertmal mehr geleistet, als geschehen. Es ist jedoch jetzt alle Hoffnung vorhanden, dass die London Institution in dieser Hinsicht anders sich gestalten und wissenschaft- liche Notabilitäten in ihren Dienst ziehen werde. Bereits hat sie einen schönen Anfang zum Behuf ihrer geistigen Belehrung dadurch ge- macht, dass sie dem eben so tüchtigen als tätigen Grove einen Wir- kungskreis in ihrer Mitte eröffnete. Und sollte es ihr gelingen, woran nicht zu zweifeln ist, noch einige andere Männer ähnlicher Art für sich zu gewinnen, dann darf sie und die wissenschaftliche Welt mit Zuversicht darauf rechnen, dass sie ihre ursprünglichen schönen Zwecke besser als bisher erreichen und zum wirklichen Eben- oder Nachbilde der Royal-Institution sich gestalten werde.“ Kehren wir nochmals zu unserer Karikatur zurück und fragen wir, ob denn Rumford selbst das Bild gesehen habe, so lässt sich diese Frage wohl ziemlich bestimmt mit Ja beantworten. Wie bereits oben erwähnt, erschien das Gillraysche Bild am 23. Mai 1802. Rumford hatte aber bereits am 9. Mai England ver- lassen und war nach Paris gereist, wo er die Bekanntschaft der Frau Lavoisier1) machte. Einige Monate später schrieb er folgenden Brief an seinen Freund Sir Joseph Banks: Rue de Clichy, 356, July 19, 1802. My dear Sir Joseph. The print you sent me has afforded me ]) Vgl. S. 38 und Fussnote, auf S. 39.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24864110_0107.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


