Crania ethnica philippinica : ein Beitrag zur Anthropologie der Philippinen, auf Grund von Dr. A. Schadenberg's gesammelter Schädel. [1. Teil] / von G.A. Koeze ; mit Einleitung von J. Kollmann.
- Koeze, George Andries, 1873 or 1874-
- Date:
- [1901]
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Credit: Crania ethnica philippinica : ein Beitrag zur Anthropologie der Philippinen, auf Grund von Dr. A. Schadenberg's gesammelter Schädel. [1. Teil] / von G.A. Koeze ; mit Einleitung von J. Kollmann. Source: Wellcome Collection.
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![Breitenhöhenindex Obergesichtsindex Nasenindex Profilindex Orbitalindex Gaumenindex Auf diese Weise, die man sehr zutreffend die Methode der Durchschnitte nennen kann, findet man also für den Schädeltypus der Visayas einen Schädel mit folgenden Indices: Längenbreitenindex 80,4 Längenhöhenindex 77,7 97.0 69.5 53.5 97.9 84.0 75.5 Der solchergestalt aufgestellte Schädeltypus ist also mesocephal (mit grosser Tendenz zur Brachycephalie), hypsicephal, leptoprosop, orthognath, platyrrhin, mesophthalm und leptostaphylin. Kein einziger Schädel natürlich stimmt mit diesem Typus völlig überein, und das ist leicht erklärlich; erstens weil wir bei den Visayas auch nicht mit einer reinen Rasse zu thun haben, und zweitens weil auch bei einer reinen Rasse noch viele Abweichungen von der Norm Vorkommen, die jedoch noch nicht als Varietät angesehen werden müssen. Kommt nun dieser Typus wirklich mit dem malayischen Schädeltypus überein? So weit ich die Form des malayischen Schädels angeben kann, ist dieser brachycephal, hypsophthalm und mesorrhin. Meines Wissens ist über die Visayaschädel noch sehr wenig geschrieben, und daher ist es schwer, in der Litteratur Angaben zu finden. Die von mir untersuchten Schädel bilden wohl die grösste Reihe, die jemals untersucht worden ist. HOVELACQUE-HERVE ') sagen von den Visayas: „Chez les Visayas, un peu plus au nord „et chez les Tagalas, plus au nord encore, le type indonesien se retrouve souvent tres caracterise, „ici l’influence malaie a ete beaucoup moindre.” Was ist nun der indonesische Typus? Von einigen Autoren wird für die Bevölkerung des indischen Archipels, ausser den Malayen auch noch eine andere Rasse angenommen ; man nennt sie Indonesier. Andere Autoren identificieren Malayen und Indonesier, zumal weil sie jedenfalls sehr verwandt sind. HOVELACQUE-HERVE1 2) sagen über die Indonesier ungefähr das Folgende: „[Les Indonesiens]. Cette appellation, due a Logan, s’applique ä la race d’assez grande „taille, au cräne legerement allonge, qui, avant l’arrivee des Malais, occupait tout l’arcbipel auquel „on donne aujourd’hui le nom de Malai. II n’est point douteux que les Indonesiens ne soient „allies aux Polynesiens, leurs voisins du nord-est.” — „Les Battaks, ou Battas (qui occupent la partie superieure de Sumatra, sauf la pointe „nord des Atchinois) sont restes eux, de vrais Indonesiens.” — — „Le type est bien different de celui des Malais: taille au dessus de la moyenne, „musculature puissante; cräne legerement allonge, occiput arrondi, systöme pileux assez fourni; „visage un peu allonge;” etc Die Dajaken haben den Index cephalicus von 77,5.4) DENIKER3) sagt über die Indonesier, frei übersetzt, im Allgemeinen das Folgende: „Die Indonesier sind den Malayen sehr ähnlich; vielleicht sind die Malayen eine gemischte 1) Hovelacque-Herve, Precis de l’Anthropologie, II, 479. 2) L. c. S. 475/76. 3) Deniker, Races of Man. S. 486 ff. 4) Hovelacque-Herve,^O. c. S. 245.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22416456_0040.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)