Das mikroskop : Theorie und Anwendung desselben / von Carl Nageli und S. Schwendener.
- Carl Nägeli
- Date:
- 1867
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Credit: Das mikroskop : Theorie und Anwendung desselben / von Carl Nageli und S. Schwendener. Source: Wellcome Collection.
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![der Optik. Es ist daher nm so unbegreiflicher, wenn selbst in den neueren luikrographischen Werken von parallelem oder gar diver- oirendem Licht die Rede ist, welches je nach Umständen zur Belcuch- tung des Gesichtsfeldes (d. h. doch wohl seiner Flächenelemente] ver- wendet werden soll. Das Licht, Avelches einen bestimmten Punct des Gesichtsfeldes erhellt, ist ja immer convergirend, d. h. die vom Spie- gel ausgehenden Strahlen kreuzen sich in dem betreffenden Punct und divergiren von da aus gegen das Objectiv. Es scheint uns überflüssig, die gegentheilige Annahme hier ausführlicher zu widerlegen. Was zweitens die verschiedenen Linsen und Linsensysteme be- trifit, welche man irgendwo auf dem Wege des einfallenden Lichtes einzuschalten ]3flegt, so lässt sich leicht beweisen, dass sie ebenso wie die Form und Stellung des Spiegels nur in bestimmten praktischen Fällen Einfluss üben, dagegen in allen Fällen, wo Spiegel und Licht- quelle als unbegrenzt betrach- tet werden dürfen, wirkungs- los bleiben. Ist wieder p (Fig. 42) einFlächenelement des Ge- sichtsfeldes und a h die Blen- dung, welche die OefFnung des einfallenden Lichtkegels bestimmt, so verhält sich ganz allgemein die erste brechende oder reflectirende Fläche lin- terhalb der Blendung wie eine unbegrenzte Lichtquelle. Denn jeder Punct derselben empfängt aus allen in Be- tracht kommenden Richtun- gen Lichtstrahlen und sendet also auch solche nach allen Figur 42. g, ob die em- Richtungen aus. Dabei ist es vollkommen gleichgülti pfangenen Strahlenbündel auf geradem Wege oder erst nach verschie denen Brechungen oder Reflexionen zu der fraglichen Fläche gelangen (abgesehen natürlich von den Verlusten, welche die Ablenkung be- dingt), da die Richtungsverschiedenheit der einfallenden Strahlen wegen der Unbegrenztheit der eigentlichen Lichtquelle nicht in Be- tracht kommt. Wir können überhaupt jede beliebige Ebene unterhalb der Blendung, die Blendung selbst mit inbegriffen, als leuchtende Fläche betrachten, mag in derselben eine Ablenkung durch Brechung 81](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22651913_0105.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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