Ergebnisse der Allgemeinen Pathologie und pathologischen Anatomie des Menschen und der Tiere / bearbeitet von A. Birch-Hirschfeld .[and others].
- Date:
- 1910
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Credit: Ergebnisse der Allgemeinen Pathologie und pathologischen Anatomie des Menschen und der Tiere / bearbeitet von A. Birch-Hirschfeld .[and others]. Source: Wellcome Collection.
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802/842 page 784
![Die angeborenen Skleralzysten gehören anscheinend zu den selten- sten Anomalien des Auges. So sind in der ganzen Literatur bis jetzt nur gegen 12 Fälle beschrieben worden und selbst von dieser geringen Anzahl sind einige als nicht sicher kongenital auszuscheiden. Seit dem Jahre 1896 sind nur vier einwandfreie Fälle bekanntgegeben worden. Zu diesen vermag ich noch einen weiteren hinzuzufügen, den einzigen, den ich innerhalb eines Zeitraumes von 7 Jahren unter dem grossen Material unserer Klinik zu Gesicht bekam. Mein Beriebt erstreckt sich also über fünf Fälle von einwandfreien angeborenen Skleralzysten. Sie verdienen die Bezeichnung insoferne, als die Zyste bei einigen (Rogman (3), Villard (4), entweder schon gleich nach der Geburt bemerkt wurde oder bei den anderen verhältnismässig kurze Zeit nach- her spontan in Augen auftrat, welche nie einer die Bindehaut und Sklera perforierende Verletzung erlitten hatten, so dass eine traumatische Genese so gut wie ausgeschlossen werden kann. Das Alter der meinem Berichte zugrunde liegenden Fälle betrug zur Zeit der Exstirpation der Zysten 5 Jahre [Villard (4)], 57a Jahre [Wernicke (5)], bBU Jahre (Seefelder), 13 Jahre [Rogman (3)] und 15 Jahre [Colburn (1)]. Alle Fälle mit Ausnahme des Falles Colburn waren weiblichen Geschlechts. Die Zysten erschienen in allen Fällen als eine transparente Blase mit wasserklarem Inhalt. Sie sassen der Sklera durchwegs breit- basisch auf, waren gänzlich unverschieblich und zeigten eine der des Augapfels etwa gleich kommende Spannung. In bezug auf die Grösse der Zysten waren zur Zeit der Operation verhältnismässig geringe Unterschiede vorhanden. So war die Zyste in den Fällen von Villard (4), Wernicke (5) nur bolmengross, in Colburn s (1) Falle, in dem sie als erbsengross bezeichnet wird, an- scheinend etwas kleiner, dagegen in Rogmans Falle (3) anscheinend so gross wie in den ersten drei Fällen. In allen Fällen war in der Zeit vor der Operation ein Grösserwerden der Zysten konstatiert worden, das im Falle Colburn (1) rasch, in den übrigen dagegen nur ganz all- mählich vor sich ging. Die Form der Zyste glich in den Fällen von Rogman (3), Wernicke (5), Seefelder und Villard (4) mehr oder weniger der einer Bohne, scheint jedoch in Colburns (1) Falle mehr rundlich ge- wesen zusein. In Rogmans Falle (3) zeigt die Vorderfläche der Zyste zwei flache Einschnürungen, was der Zyste ein gelapptes Aussehen ver- lieh. Hinsichtlich des Sitzes der Zysten ist insoferne eine Über- einstimmung zu konstatieren, als er in allen Fällen dieKorneosklerai- grenze betraf und zwar fielen in den Fällen von Rogman (3), Villard (4) und Wernicke (5) der zentrale Rand der Zyste und die](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21287351_0802.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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