Lehrbuch der Geburtshülfe / von Dr. R. Olshausen und Dr. J. Veit.
- Olshausen, Robert Michaelis von, 1835-1915.
- Date:
- 1899
Licence: Public Domain Mark
Credit: Lehrbuch der Geburtshülfe / von Dr. R. Olshausen und Dr. J. Veit. Source: Wellcome Collection.
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![grav. Lipsiae 1862 n. 1864. — Eeyerdahl, M. f. Gr. Bd. 23. S. 466. — Valenta, M. f. G. Bd. 25. S. 172. — Scanzoni, Wiener med. Woch. L866. Xo. 1. — van Almelo u. Küneke, M. f. G. Bd. 29. S. 214. — Schroeder, Schwangt Geb. u. Wochenbett. Bonn 1867. S.21. — Schatz. Der Geburtsmechanismus d. Kopfendlagen. Leipz. 1868. S. 35, u. Tagebl. d. Leipziger Naturforscherversamml. 1872. S. 175. — B. Schnitze. Un- ters, üb. (1. Wechsel d. Lage u. Stell, d. Rinde-. Leipz. 1868. — Poppel, M. f. G. Bd. 32. S. 321, u. Bd. 33. S. 279. — Hoening, Scanzoni's Beitr. Bd. VII. S. 36. Fasbender, Berl. Beitr. z. Geb. n. Gyn. Bd. I. S. 11. — Pinard, L'accommodation foetale. Paris 1878. — Bndin, Progres med. L881. 26. 27. - Schäublin, Arch. f. Gyn. Bd. 32. S. 305. Die Lage (Situs) des Kindes im Uterus bezeichnet das Ver- halten seiner Längsaxe zu der des Uterus, und man spricht, wenn beide annähernd zusammenfallen, von Gradlagen (je nachdem das obere oder untere Rumpfende vorliegt, von Kopf- oder Becken- endlagen), wenn sie sich mehr oder weniger kreuzen, von Quer- 1 a ge n. Mit Stellung (Positio) des Kindes bezeichnen wir bei fest- stehender Lage die verschiedenen Beziehungen, die ein bestimmter Theil des Foetus (z. B. der Rücken) zu bestimmten Seiten der Uterus- wand haben kann. Hat das Kind eine Gradlage, so bezeichnet man die Stellung mit dem Rücken nach der linken Uteruswand als erste. nach der rechten als zweite Stellung. Neben diesem haupt- sächlichen Unterschied kann man auch noch als erste Unterart die Stellung mit dem Rücken etwas nach vorn, als zweite die mit dem Rücken nach hinten von einander trennen, doch ist dies für das Verhalten in der Schwangerschaft meist ziemlich gleichgültig. daher wird die Eintheilung in Unterarten nicht allseitig vorge- nommen. Unter Haltung (Habitus) der Frucht im Uterus versteht man die Lage seiner einzelnen Knrpertheile im Yerhültniss zu einander. Die gewöhnliche Haltung ist folgende: Die Frucht ist über die Bauchfläche gekrümmt, so dass die ganze Wirbelsäule einen nach vorn coneaven Bogen bildet. Das Kinn ist der Brust ge- nähert, die Oberschenkel sind an den Unterleib herangezogen. Die Unterschenkel sind flectirl und (]\v Füsse in dorsaler Beugung, so dass die Fussrücken an die Unterschenkel herangezogen sind und die Fersen am tiefsten stehen. Die Oberarme liegen seitlich vorn an der l'nnst, und die Unterarme gekreuzt (»der neben einander vor (\v\- Brust. In dem zwiselien oberen und unteren Extremitäten frei- bleibenden Raum lieg! in der Regel die Nabelschnur. Diese normale Haltung erleidet allerdings während der Schwangerschaff sehr häufige, aber (von der Nabelschnur abgesehen) unbedeutende und schnell](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21009351_0102.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


