Die Eigenthümlichkeiten des kindlichen Organismus im gesunden und kranken Zustande : Eine Propädeutik der speciellen Kinderheilkunde.
- Moritz Schreber
- Date:
- 1852
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Credit: Die Eigenthümlichkeiten des kindlichen Organismus im gesunden und kranken Zustande : Eine Propädeutik der speciellen Kinderheilkunde. Source: Wellcome Collection.
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![Sinb biefe 23ebingungen »orhanben, fo ift es beilige Pflicht ber ÜDcuttcr, fich bcm Gkfcbäfte bes Stillens ju untergeben. 3m entgegengefeöten g«tte gewahrt bat uädiften unb heften (Jrfafe eine gute 9lmme, wiewohl bann immer, felbft bei ber größten Horjidit, bas Äinb mancberlei im SBotauS nid)t p bercdjncnben ungünfrigenüJiöglicbfeiten preisgegeben wirb. Slußcr ben bereits angefübrten 23ebingungeu gelten für bic SBabl einer 2lmme ncd) bicfe: 1) baß biefelbe in bem 2üter ber 93lütbe pnfcben 20 unb 30 Saferen ftebt; 2) bcifc fic ziemlich p glei-- d)er 3«it mit ber 9Wutrer entbunben worben ift; wenigftens barf bie Differenz nicbt über 4 — 6 äBocben betragen, weil fonft bie 2>ii(cb für baS ftinb entweber p bünn unb besbalb nid)t nahrhaft genug, ober ju fett unb besbalb ju fcbroer fein mürbe; 3) baß fic wäbrenb ber *]0 beö Stillens eine ihrer bis babin gewobn= ten möglid)ft entfprecbettbe Sebensmetfe, namentlich in $>injtc$t auf förperlid)e Bewegung, fortführt. 33ei allen ftranfbetten, welche Stillenbe (DJcutter ober 2lmme) befallen, gilt als allgemeine Otegel, bas Stillen nur fo lange fortzuführen, als es ohne 3rcang fcmobl für bie Stillenbe wie für ben Säugling gefcbeben fann. 3)urcb 9cid)tbead)tung bie* fer Siegel wirb gewöhnlich beiben 2heilen auf irgenb eine SBeife gefchabet. So hat man eS aud) beim Eintritte ber SDcenftrua= rion wäferenb beS Stillens ju fealteu: man rid)tet fich nach bem Sefinben beS Äinbes. 9?icbt immer ift bamit eine folcbe üöeräuberung ber 9Jcild? rerbunben, bie ©efunbheitsftörungen bes Äinbes erzeugt, unb felbft wo bie« ber galt, finb biefe meift nur leicht (etwas Unruhe, Srbrecben) unb mit bem 9Jco= natsfluffc oollfommen oerfcbwinbenb. 9lud) bei biefer einfachen 9cabrung ift, wenn fie beftmög= lieh gebeiben foll, eine gewiffe Drbnung nöthig, an bie bas Äinb gleidi oom 9lnfange an gewöhnt werben muß, b. b- bas Ätnb barf nicht eher wieber an bie ©ruft gelegt wer= ben, als bis wenigftens 2 — 3 Stunben feit bem le|j= ten SDcale oer gangen finb. Soll eine fräftige 23erbauung unb mitt)in eine gute 23lutbereitung unterhalten werben, fo bürfen bie einzelnen Serbauungsacte nicbt in etnanber geben,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21004754_0038.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


