Abhandlung über den multiokulären Echinococcus / [Hermann Vierordt].
- Vierordt, Hermann, 1853-1943.
- Date:
- 1886
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Credit: Abhandlung über den multiokulären Echinococcus / [Hermann Vierordt]. Source: Wellcome Collection.
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![]49 des scharfen Kandes“ (Lkichtexsterx, Ziemssens Handbuch VIII, I, 2. Aufl., pag. 331). Gerade das letztere, also Unebenheiten des Kandes, scheint übrigens beim Echinococcus multilocularis nicht gerade häufig zu sein, wenn sie auch vereinzelt erwähnt Averden (22, 31). Meist aber ist er glatt, hart und scharf' (s. pag. 135). Ferner ist zu beachten, dass bei der Bchinococcusleber auch kleine flachere Prominenzen Vorkommen, oder dass das ganze Organ glatt, ohne jegliche fühlbare Vorragung, erscheint. Dies um so mehr, als der Parasit den rechten Leberlappen als Sitz bevorzugt, und so, nament- lich Avenn er bei noch mässiger Grösse mehr die hintere obere Partie des Lappens einnimmt, selbst bei tiefer Inspiration unter dem Rippen- bogen verborgen bleiben kann. Die manchen Krebsen, besonders auch den rasch wachsenden, dunkel fluktuierenden, gegenüber oft ganz ungemein harte Konsistenz der Leber scheint aber doch etwas den Echinococcus Auszeichnendes zu sein, wobei freilicli nicht zu vergessen ist, dass die harte Leber allmählich (durch Kavernenbildung) weicher werden und selbst Fluk- tuationsgefühl ergeben kann. Die absolute Grösse des Organs kann kaum massgebend sein, indem der multilokuräre Echinococcus zu nicht minder grossen Tumoren (s. pag. 75) heranwachsen kann, als der Leberkrebs, von dem Leichtenstern (1. c. pag. 330) aus der Litteratur 20—25 Pfund schwere Geschwülste anführt. EbensoAvenig vermag ich aus den, sonst ganz interessanten, vergleichenden Zu- sammenstellungen der Dämpfungsfiguren, Avie sie verschiedene Leber- affektionen liefern, und wie sie Prougeansky am Schluss ihrer Arbeit im Bilde mitteilt, irgend etwas für die Differentialdiagnose Verwert- bares zu entnehmen; nur das eine zeichnet (wohl nur zufällig) die Figur des multilokularen Leberechinococcus gegenüber dem primären und sekundären Leberkrebs, dem Melanosarkom der Leber und zwei untei sich aber Avieder ziemlich abweichenden Fällen von unilokulärem Echinococcus aus, dass die Dämpfung ziemlich unterhalb der rechten Blustwarze bleibt und nach unten die Nabelhöhe, nach links die linke Papillarlinie nicht überschreitet. Es ist mir übrigens aus der Beschreibung der PRouGEANSKYschen Fälle nicht ersichtlich geAvorden, welchem von ihnen die erwähnte Figur entspricht. Auch die multi- lokuläre Echinococcusgeschwulst muss, da sie ja keinerlei typischen bitz hat, deshalb auch zu verschiedenen Formveränderungen der Leber führen kann, mancherlei gestaltete Dämpfungsfiguren ergeben, je nachdem der rechte oder linke Lappen befallen ist, je nach der Dauer der Krankheit, der Bildung von Adhäsionen etc. Tritt Zer-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28084846_0161.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


