Präparirübungen am Pferd : eine ausführliche Anweisung zur Anfertigung sämmtlicher für das Studium der Anatomie des Pferdes erfordlichen Präparate, nebst anatomischen Repetitionen. Th. III, Situs viscerum und Sections-Technik, eingeweide-Präparate / von Reinhold Schmaltz.
- Schmaltz, Reinhold.
- Date:
- 1903
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Credit: Präparirübungen am Pferd : eine ausführliche Anweisung zur Anfertigung sämmtlicher für das Studium der Anatomie des Pferdes erfordlichen Präparate, nebst anatomischen Repetitionen. Th. III, Situs viscerum und Sections-Technik, eingeweide-Präparate / von Reinhold Schmaltz. Source: Wellcome Collection.
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![plica zusammen eiu förmliches Loch, in dessen Grunde die Hohlvene sichtbar wird. (Auf der Abbildung ist eine Sonde in diesen Raum ein- geführt.) ' Die plica überbrückt aber ebenso die Concavität der flexura por- talis des duodenum und scheint daher auch diese zusammenzuhalten, indem sie sich an die ampulla duodeni (in der Abbildung mit b be- zeichnet) und an die pars ascendens (Abbildung d) anheftet. Iudem die plica das pancreas einschliesst, weichen ihre beiden Blätter natürlich auseinander. Das eine Blatt überkleidet die dor- sale (vordere) Fläche des pancreas und heftet sich längs der Be- festigung des linken Pancreaslappens quer über die Hohlvene und an den oberen Leberrand an. Es überzieht dabei namentlich denjenigen Theil des Pancreaskörpers, welcher der Wurzel des processus caudatus der Leber gegenüberliegt. Dieses Blatt kleidet’ also den hier zwischen pancreas und Leber befindlichen von rechts nach links führenden Durchgang aus. Dieser Durchgang heisst foramen epiploicum [Winslowi], das Wins- lowsche Loch (siehe Netzbeutel pg. 133)*). Das ventrale Blatt dagegen scliliesst sich mit dem linken Pancreaslappen dem Grimmdarm an, ge- langt aber dadurch ebenfalls an das duodenum, da beide Därme mittelst des pancreas verbunden sind (pg. 89). [Die plica gastro-pancreatica ist identisch mit dem Magen-Zwölffingerdarmband, der plica venae portae und dem ligam. gastro-pancreaticum anderer Autoren.] 3. Das ligamentum reno-duodenale geht an denjenigen Theil des Zwölffingerdarmes, welcher die rechte Niere umkränzt und die flexura renalis bildet. Der Zwölffingerdarm geräth hier bekanntlich zwischen Niere und Blinddarm. Das Band bildet sich nun so, dass das eine Blatt von der Niere, das andere Blatt vom Blinddarmgrund her sich abzweigt, sodass das duodenum mit beiden Organen verbunden ist, ohne dass des- halb zwei verschiedene Bänder vorhanden wären. [Den Eindruck, als ob zwei verschiedene Bänder vorhanden wären, kann man irrthümlich bei der Exenteration erhalten, wobei man das duodenum erst vom Blinddarm trennt, es dann aber auch noch an der Niere befestigt findet.] Das Band schliesst am oberen Leberrand an die plica gastro-pancreatica an. Dieser Anschluss stellt zugleich als Verbindung zwischen Leber und Niere das Leber-Nierenband (pg. 79) dar bzw. hängt damit zusammen. *) In der Figur 10, pg.95 ist dieses dorsale Blatt allein erhalten und freigelegt. Das foramen epiploicum und auch der processus caudatus liegen unter ihm, sind daher nicht sichtbar. Der Weg des foramen epiploicum ist jedoch durch eine unter dem Bande punktirte Sonde angedeutet.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28131083_0105.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)