Präparirübungen am Pferd : eine ausführliche Anweisung zur Anfertigung sämmtlicher für das Studium der Anatomie des Pferdes erfordlichen Präparate, nebst anatomischen Repetitionen. Th. III, Situs viscerum und Sections-Technik, eingeweide-Präparate / von Reinhold Schmaltz.
- Schmaltz, Reinhold.
- Date:
- 1903
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Credit: Präparirübungen am Pferd : eine ausführliche Anweisung zur Anfertigung sämmtlicher für das Studium der Anatomie des Pferdes erfordlichen Präparate, nebst anatomischen Repetitionen. Th. III, Situs viscerum und Sections-Technik, eingeweide-Präparate / von Reinhold Schmaltz. Source: Wellcome Collection.
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![entnimmt und sich zugleich selbst davon ernährt. Das Bindegewebe der Leber aber braucht arterielles Blut und erhält dies von der art. hepatica.] Das durch Pfortader und art. hepatica in die Leber geführte Blut ffeht in die Lebervenen, welche an der Vorderfläche der Leber unmittel- bar in das Leberstück der vena cava eintreten. Alles Blut gelangt also schliesslich doch in das Bauchstück der Hohlvene, aber auf dem be- sonderen Wege durch Pfortader und Leber hindurch. Man bezeichnet dieses Gefässsystem besonders als den Pfortaderkreislauf. Die durch diesen verbundenen Organe erhalten besonders enge Beziehungen zu einander. Die Milzvene sammelt das Blut aus der art. lienalis und dem hinteren Ast der gastrica sinistra. Der art. hepatica propria entspricht überhaupt keine Vene, weil ihr Blut in die Wurzeln der Lebervenen geht. Die den übrigen Aesten der art. hepatica entsprechenden Venen sammeln sich in 2 Stämmen, welche in den Pfortaderstamm selber gehen; der eine kommt von der curvatura major, der andere von der curvatura minor; letzterer entspricht zugleich dem vorderen Aste der art. gastrica sinistra. Lymphgefäss e. Leber, Magen und Darm bilden oberflächliche unter der serosa liegende, und tiefe, in der Schleimhaut bzw. im Parenchym wurzelnde Lymphgefässe. Die starken Stämme aus den hier in Rede stehenden Organen entsprechen im allgemeinen dem Lauf der Arterien und treten in dem Raum zwischen saccus caecus, vorderem Milzwinkel und Pan- creasspitze, also neben der art. coeliaca zu einem Sammelrohr, dem truncus coeliacus zusammen. Letzterer vereinigt sich mit dem von der vorderen Gekrösarterie herkommenden truncus intestinalis (pg. 117) und aus der Vereinigung beider bildet sich die cysterna chyli, Leiidencysterne, welche sich vorwärts in den hiatus aorticus rechts neben der aorta hin- einerstreckt und aus welcher der ductus thoracicus (siehe Brusthöhle pg. 32) entspringt. Lymphdrüsen liegen an der Milz in der Milzrinne, am Magen in der curvatura minor, an der Leber um die porta herum. N erven. Von den Nerven der in Rede stehenden Organe fallen bei der Exenteration folgende auf: Die Enden der nervi vagi begleiten den oesopbagus.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28131083_0117.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)