De codicis Dioscuridei Aniciae Julianae, nunc Vindobonensis Med. Gr. I : historia, forma, scriptura, picturis / moderante Josepho de Karabacek ; scripserunt Antonius de Premerstein, Carolus Wessely, Josephus Mantuani. Accedunt tabulae tres lithographical et figurae sex textui insertae.
- Dioscorides Pedanius, of Anazarbos.
- Date:
- 1906
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Credit: De codicis Dioscuridei Aniciae Julianae, nunc Vindobonensis Med. Gr. I : historia, forma, scriptura, picturis / moderante Josepho de Karabacek ; scripserunt Antonius de Premerstein, Carolus Wessely, Josephus Mantuani. Accedunt tabulae tres lithographical et figurae sex textui insertae. Source: Wellcome Collection.
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![Jacquin, Weigel, Sprengel ‘). In der Tat sind die Pflanzen- biicher des 16. Jahrhunderts mit naturgetreueren Abbildungen versehen, ais es die in unserem Kodex sind ^). Es ist demnach auffallend, dass man im 17. und sogar im 18. Jahrhundert noch auf eine Ausgabe der Pflanzenbilder unserer Handschrift grosse Hoffnungen setzte und mit deren Hilfe den Alten bekannt gewesene Pflanzen identifizieren zu kbnnen meinte, sich also einen Nutzen fiir die praktische Botanik versprach ^). Erklaren lasst sich dies nur durch den unbe- dingten Respekt, den man vor allem Antiken empfand. Wenn Jacquin sich um das Jahr 1763 gegen eine Publikation in Kupferstich aussprach, weil er den »geringen Wert« der Abbildungen einsah, so hat er dies natiirlich nur auf den praktischen Zweck fiir die botanische Wissenschaft bezogen, iibersah aber den grossen historischen Wert. Nichtsdestoweniger gibt es unter den Abbildungen mehrere, welche alie Eigentiimlichkeiten der Pflanze mit bewunderungswiirdiger Treue wiedergeben: vom physiologi- schen Bau bis zur letzten Farbennuance; ais Beispiel hierfiir mbchte ich nur die ' AQys^mvr] etsqck (fol. 57*^) nennen. ') V. Premerstein, oben, p. 80 ff. — Crato z. B. schreibt itn J. 1569 an Clusius: „quae magna ex parte magis fictae quam pictae videntur.” Bei Premerstein, oben, p. 17. Dagegen hielten andere, wie z. B. deNessel in seinem Kataloge, p. 49 die Bilder fiir naturgetreu; auch noch neuere Forscher sind vielfach dieser Ansicht; der letzte, der sich ausfiihrlicher dar- tiber Susserte war A. Riegl, Spatromische Kunstindustrie, p. 138. q Es sei hier unter den vielen Dioskuridesausgaben des 16. Jahr- hunderts nur auf die grosse des Mathiolus hingewiesen, in der die Holzschnitte auf Grund von Zeichnungen nach der Natur angefertigt sind. Bei einigen Exemplaren suchte man sogar durch Kolorierung der Holz- schnitte den Abbildungen in Handschriften naher zu kommen. Freilich hat man andererseits wol kiinstlerisch wirksam, keineswegs aber der Natilr- ichkeit Rechnung tragend, bei Exemplaren, die auf blaues Papier gedruckt waren, die schwarzen Pflanzenbilder mit Silber gehoht, also Helldunkel- blatter von rein kiinstlerischer Wirkung hergestellt. Ja sogar kolorierte Holzschnitte hat man, ebenfalls zur Erhohung der ktinstlerischen Wirkung, mit Gold gehoht. Die k.k. Hofbibliothek besitzt solche Exemplare. — Uber andere Ausgaben vgl. v. Premerstein, hier oben, p. 119 ff. Vgl. V. Premerstein, 1. c.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28038368_0380.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


