Zur Lehre von den angeborenen und erworbenen Verwachsungen und Verengerungen der Scheide : sowie des angeborenen Scheidenmangels : mit Ausschluss der Doppelbildungen / von F.L. Neugebauer.
- Neugebauer, Franz Ludwig von, 1856-1914.
- Date:
- 1895
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Credit: Zur Lehre von den angeborenen und erworbenen Verwachsungen und Verengerungen der Scheide : sowie des angeborenen Scheidenmangels : mit Ausschluss der Doppelbildungen / von F.L. Neugebauer. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![und abgewartet. Muttermund erweiterte sich, regelmässig, aber die Ge- burt musste durch die Zange beendigt werden. — Einige Zeit später untersuchte Hohl diese Frau abermals und fand an der Scheide nichts Abweichendes, an der vorderen Muttermundlippe fühlte er kleine warzen- artige Excrescenzen, Reste jener fadenartigon Ligamente. Nach Hohl soll jene Membran ein Product einer katarrhalischen Entzündung der Scheide mit starker Schleimabsonderung und mit gleich- zeitiger Atresie des Muttermundes durch Verwachsung desselben mit der Membran gewesen sein. Fall 138 (LXXXII). Hoillemin (Journ. de Med., Chir. et Pharm, de M. Roux. Paris 1770. t. XXIII) soll nach Meissner sub partu membranösen Scheidenverschluss indicirt haben. Fall 139 — 142 (LXXXI1I-LXXXVI). Huzarski („Atresie und Stenose der Scheide als Geburtshinderniss. Gazeta Lekarska 1883 [polnisch]) berichtet vier Fälle aus dem Warschauer Jüdischen Hospital: 18jährige Ilpara. Erste Geburt nach dreitägiger Dauer bei Ec- clampsie Zange. Circuläre Scheidenstenose 2 Zoll oberhalb des Schei- deneinganges, Einger einlassend bei der zweiten Entbindung. Kopf in der Scheide, Muttermund nicht zu tasten. Einschnitte, Kopf tiefer, am nächsten Tage nach dreitägiger Geburtsdauer Zange. Buptura septi rectovaginalis, Eistula vesico-vaginalis, Temp. 40,0° C., Puls 100. Endo- metritis, Parametritis, Phlebothrombosis, Embolie. Tod am siebenten Tage. Operateur Eosenthai. 32jährige Ilpara. Nach der ersten mit Zange und bilateraler Epi- siotomie beendigten Geburt trichterförmige Scheidestenose, Einger geht nicht durch. Nach stumpfer Fingerdilatation durch Gliszczyriski am nächsten Tage Spontanaustreibung eines todten Knaben. Nach einigen Tagen Typhlitis, Peritonitis, Tod. 32 jährige Ipara. Circuläre membranö'se Scheidenstenose dicht über Scheideneingang, Kopf tastbar. Nach manueller Dilatation Wasserabgang, Kopf steht still, Zange mit Episiotomie, ein lebendes Kind, darauf sponte Zwilling. Mutter gerettet. 35jährige Ipara. Membranöser Scheidenverschluss mit nur sonden- knopfweiter Oeffnung an der Grenze zwischen mittlerem und oberem Drittel. Nach Zerreissung der Membran mit der Sonde spontane Geburt eines lebenden Kindes. Fall 143 (LXXXVII). Jarjavay operirte (nach Delaunay, siehe später) bei einem im vierten Monate schwangeren 19jährigen Mädchen wegen queren Scheidenverschlusses. Vom 16. Jahre an Eegel, dann Blennorrhoe; der Arzt war nicht im Stande, ein Speculum einzuführen; Scheide nur 5 — 6 cm lang. Syphilis, Geschwüre mit Höllenstein geätzt. Auf der Höhe von 5 cm ein Septum mit zwei Oeffnungen, in die linke geht ein Finger ein bis zum Mutterhalse; Jarjavay zog mit Hülfe der BeHoc'sehen Bohre](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21069128_0052.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)