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Credit: Ueber den Bruch des Olecranon. Source: Wellcome Collection.
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![Knochen bedeckenden Weichtheile zerreissen, in der letzteren hängt es ganz von der Grösse der verletzenden Gewalt ab, ob eine blosse Infraction stattfindet, ob vollkommener Knochenbruch mit oder ohne Weich- theilzerreissung. — Am wesentlichsten für die Zusam- menbaltung der Bruchstücke ist zunächst das Periost, denn dieses sitzt wie eine Kappe auf dem Olecranon. Ist es erhalten, so kann von einer Dislocation wohl kaum die E,ede sein. Das Periost wird verstärkt durch die Ausbreitung der Tricepssehne, von welcher ein Theil über das Olecranon hinwegstreichend sich an das obere Drittel der Ulna ansetzt. Ebenso verhält sich ein Faserbündel des Ligamentum internum — ihm schreibt Hyrtl hauptsächlich die Verhinderung der Verschiebung zu — und zwei von Cooper be- schriebene Bünde], deren eines, gebildet durch Fasern des Ligamentum externum und annulare radii, nach Umschlingung des Radiushalses sich an den äusseren Rand des Olecranon ansetzt; das andere ist ein isolirtes Bündel, welches gerade zur äusseren Seite des Ole- cranon aufsteigt. Erst nach Sprengung dieser Bänder übernimmt die Kapsel den Schutz des Gelenkes, für den auch sie bisweilen nicht genügt; denn bei einer Distanz der Bruchstücke von zwei Zoll dürfte dieselbe wohl kaum unversehrt gewesen sein. Wahrscheinlich setzen auch der Anconaeus quartus und äussere Triceps- kopf dem Eintreten einer Verlagerung Widerstand entgegen. Dass bei Abreissung des Olecranon durch den Triceps der Bandapparat jedesmal leidet, ist er-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21221340_0014.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


