Ueber die Wirkungen der verdünnten Luft auf den Organismus : eine Experimental Untersuchung / von A. Fraenkel und J. Geppert.
- Date:
- 1883
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Credit: Ueber die Wirkungen der verdünnten Luft auf den Organismus : eine Experimental Untersuchung / von A. Fraenkel und J. Geppert. Source: Wellcome Collection.
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![In diesem Versuche seliied der Hund vom 2.- (1. llunger- ta<;e inel. (13.—17. Julii täglich im Mittel Grm. Stickstoff aus. Der erste Hungertag wird als noch unter dem Eintluss der vorausgegangenen Fütterung stehend, von uns nicht in Betracht gezogen. Am 7. erhöht sich die Stickstotiausscheidung bis auf 5,73 Grm., übertritt't also die des vorhergehenden ß. mit 4,03 um ca. 40 i)Ct. Im ]\[ittel beträgt die Ausscheidung vom 18. — 20. Juli (7.—y. Hungertag) 5,29 Grm., woraus sich ein Zuwachs von 25 pCt. pro die gegenüber dem normalen Mittel 3,9 Grm. berechnet. Hieraus geht also mit absoluter Bestinniit- lieit hervor, dass ein erheblicher Bruchtheil des mehr /ert'allenen Eiweisses sofort in Harnstoff umgewandelt wird, und dass das im AViderspru(4i damit stehende Resultat der Füttcrungsversuche nur als Effect einer störenden Beeintiussung der Verdauung zu deuten ist. Zugleich aber zeigt dieser Versuch, wie irrig die Ansicht Derjenigen ist, welche nach dem Vorgange von Pentzold und Fleischer anzunehmen geneigt sind, dass der hungernde Organismus stärker auf die Beschränkung der Sauer- stoffaufnahme reagirt, als der unter normalen Ernährungs- bedingungen betindliche. Denn in Summa betrug die absolute Mehrausscheidung unseres Hundes bei ausreichender Nahrungs- zufuhr und gleich intensiver Einwirkung der verdünnten Luft (siehe Tabelle II und Hl) nicht weniger, sondern mehr (7,4 : 4,lj als in der Inanition. Abgesehen von dem Verhalten des Stickstoffumsatzes er- geben unsere A'ersuche auch sonst noch einige interessante Details, auf welche es sich wohl verlohnt, die Auftnerksamkeit zu lenken. Auffallend ist zunächst die beträchtliche Zunahme der Harnmenge an den Tagen des Ex})erimentes; sie erinnert an den analogen Ikfund bei Thieren, die man zu wiederholten Malen durch Anbringung eines Athmungshindernisses au den gröberen Luftwegen asphyktisch gemacht hat. Es liegt daher nahe, beide iVIale die Erscheinung auf die gleiche Ursache, nämlich eine nach Aufhebung des O-Mangels eintretende Pa- rese der Nierengefässc zurückzuführen. Nichtsdestoweniger besteht ein gewisser Unterschied in der Wirkung, indem bei der gewöhnlichen Art der Asphyxie regelmässig der Polyurie Verminderung der Urinmenge, bisweilen sogar complete Anuric](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2199206x_0113.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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