Kriegschirurgische Rück- und Ausblicke vom asiatischen Kriegsschauplatze / von Hermann Fischer.
- Fischer, H. (Hermann Eberhard), 1831-1919.
- Date:
- 1909
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Credit: Kriegschirurgische Rück- und Ausblicke vom asiatischen Kriegsschauplatze / von Hermann Fischer. Source: Wellcome Collection.
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![AViirden vom Koten Kreuze zwei Dampfer gemietet und zu J.azarcti- ] schüfen, einfach, docli überaus zweckmäßig eingericlitet. : Der Kriegsschatz des Roten Ki-euzes betrug 15 Millionen Mark.- von ; denen, freilich bei größter Spai-samkeit und peinlichster (lewis^enhaflic- j keit in dei- Verwaltimg. nur 11 .Millionen verbraueht wurden. Mobilisiert waren: 5466Personen in 152Hilfsdetacbements, von denen 101 nur aus : Schwestern, 17 aus Männern und Schwestern, der liest aus Männern bestanden. Dazu waren dauernd beschädigt 5 Direktoren, 14 Chefärzte, 347 Aerzte, 166 Apotheker. j 191 Inspektoren, 239 Oberschwestern, 2996 Krankenschwestern (266 Oberschwestern), ; 110 Oberkrankeupfleger, 643 Krankenplleger, 144 Krankenträger, 3 Desinfektoren; vorübergehend 9 Oberptlegerinnen, 607 Fliegerinnen und 2 Oberpfleger. Ein Hills- ' detachement bestand aus 2 Aerzten, 1 Apotheker, 1 Sekretär, 2 Oberschwestern und i 20 Schwestern für 100 Patienten. 38 von ihnen versorgten die Lazarettschilfe (vor- | übergehend noch mehr), 78 die Kriegs-, Etappen- und Reservelazarette. Nach den i Statuten gab es 116 Pflegekorps: 18 männliche und 98 weibliche, deren jedes, unter 1 Leitung von Aerzten stehend, mit Ausstattung für 100 Patienten versehen war, ferner ^ 3 Transportkorps mit 123 Trägern und 120 Tragen und 5 Pflegern. Im Durchschnitte \ gingen durch jedes Detachement 7162 Personen. Weit über die Hälfte des Personals I waren weibliche Pflegerinnen. Außerdem wurden 13 Agenturen in .lapan und 1 auf j dem Kriegsschauplätze unterhalten. Ein Sanitätsdepot in Hiroshima fungierte als 1 Etappenanfang. Erfrischungs- und Verbandstationen bestanden in großer Zahl an den | Bahnstationen durch das ganze Etappengebiet und im Inlande. 2 j (i) .Ajüsiokralische Dameiiverviiiiüuiii;-. * Eine rein aristokraiisclie Damenvereiuigunv. unserem Prauenveiaun f älmlicli, (loch auf liohe. höelisie und allerhöchste Ph-auenregionen bc- schränkt, bestand neben und unabhängig von dem Koten Ivi’euzt“. Sit- enthielt in Td Sektionen etwa 10 000 Mitglieder, welche sammelten und arbeiteten für die Armee, die Verwundeten und für die gesamte Kranken- pÜege. .J Von ihnen wurden bis Ende 1905 270000 Packete sterilisierten Verbandzeugs, > 3000 Tücher, 18000 Ansichtspostkarten, Taschentücher, Sandalen etc. an die Truppen ^ abgesandt. Auch besorgten sie die Korrespondenz der Verwundeten. 3000 gefütterte s Anzüge und 200 Wolldecken gingen nach dem eroberten Port Arthur für die russischen Gefangenen. Die vom Damenkomitee aufgewendeten Mittel betrugen 361830 Mark. Wie in den zw^ei vorhergehenden, so hat auch im dritten großen A Kriege das japanische Rote Kreuz Herrliches und zwar mit Aufbietung i* geringer Mittel geleistet, das arme japanische Volk eine rührende Opfer- f ‘ Avilligkeit bewiesen und die japanische Frau gezeigt, was kluge, barm- ^ herzige Frauen im patriotischen Hochgefühle in tröstender tragender £ Liebe und in unermüdlicher Arbeit den IHiegern an Avirksamer Hilfe zu M bieten Amrmögen. Sind die Japaner auch enttäuscht und unzufrieden mit ^ den Resultaten des Feldzuges und seiner scliAveren Opfer an Greld und Menschenleben, so können sie um so stolzer sein auf die M erke der Humanität im Kriege, die sie vollbrachten. ^ Gegen fremdländische Hilfe Atutren die Japaner spröde. Das kleine. tapfere, stolze Volk wollte alles aus eigener Kraft verrichten. Das haben .“J sie auch bis zur Erschöpfung derselben getan. Im ganzen nahm das m](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28986556_0040.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


