Ueber die Erfolge der Urethroplastik bei der Behandlung narbiger Penisfisteln ; Widernatürlicher After mit Vorfall der Flexura sigmoidea : Heilung durch Ausschaltung des vorgefallen Darmstückes / von Prof. Dr. Czerny.
- Vincenz Czerny
- Date:
- [1877]
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Credit: Ueber die Erfolge der Urethroplastik bei der Behandlung narbiger Penisfisteln ; Widernatürlicher After mit Vorfall der Flexura sigmoidea : Heilung durch Ausschaltung des vorgefallen Darmstückes / von Prof. Dr. Czerny. Source: Wellcome Collection.
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![gGnügendsr Läng© g6winn6ii können, allein in dieser RicMung sind die Theile so beweglich, dass der Erfolg durch jede Erection sehr gefährdet wird. Die ausgedehnte Entblössung des Unterhautzellgewe- bes giebt sicher leicht zu ürininfiltration und Gangrän Veranlassung. Für den Werth der Metallnähte ist Nr. 70 von Interesse, da die- selben 13 Tage ohne Störung liegen bleiben konnten. b) Seitlich gedrehte Lappen. a) Vom Scrotum. 78. A. Cooper (Chirurgische Abhandlungen und Versuche von A. Coo- per und B. Travers, Weimar 1821, S. 346). Am 30. Juli 1818 führte A. Cooper bei einem 56jährigen Manne (M. H... t) wegen eines Ham- Abscesses und Fistel am Bulbus urethrae, welche nach einer Strictur ent- standen war, einen Metallkatheter ein und liess denselben drei Wochen liegen. Es bildete sich nun eine zweite Fistel vor dem Scrotum, während die erste allmälig heilte. Da fast der ganze Urin durch die ^ Zoll lange Fistel abging und Aetzung und Naht vergebens angewendet worden waren, machte A. Cooper am 9. Dezember 1818 folgende Operation: Nachdem ein elastischer Verweilkatheter eingeführt war, wurden die Fistelränder ange- frischt, dann ein Lappen vom Scrotum mit vorderer Basis ahgelöst und durch seit- liche Drehung über die Fistel gebracht und mit vier Nähten befestigt. Am 19. Katheterwechsel. Am 22. hatten die zwei obersten Nähte durchgeschnitten, am 23. wurden alle Nähte entfernt. Der Lappen heilte bis auf eine kleine Partie rechts, ob zwar die Eiterung ziemlich stark war. Der Katheter wurde alle 14 Tage gewechselt und vom 10. Januar 1819 an am Tage durch mehrere Stunden entfernt. Am 1. Februar entleerte er zum ersten Male den ganzen Urin durch die Harnröhre. Die kleine Fistel wurde durch Compression mit Pflaster und regelmässige Katherisirung allmälig zur Heilung gebracht. Von da an wurde die Sonde immer seltener eingeführt, um’ die neue Entstehung einer Strictur zu verhindern. 73. Ri cord (Eev. medico-chirurgicale 1849, p. 33, T. H). G., 26jähriger Schneider, wurde am 3. September 1847 aufgenommen. Nach einer Blennorrhoe im Jahre 1840 war eine Strictur zurückgeblieben, welche 1844 durch die Di- latation behandelt wurde. 1847 trat wieder eine Harnverhaltung auf, welcher der Kranke durch Einführeu des Katheters abhelfen wollte. Ein falscher Weg veranlasste eine heftige Urim'nfiltration mit dem Ausgange in Eiterung. Zu den Seiten des Scrotums mussten 2 grosse Einschnitte gemacht werden, welche beim Eintritte in das Spital benarbt waren. Vor dem Scrotum war ein Substanzver- lust in der Pars spongiosa urethrae von 4| Cm. Breite (?). Eine kleine Fistel mündete am Perinäuin, durch welche der kleinere Theil des Urins entleert wurde, während der grösste Theil durch die vordere Oeffnung floss. Zuerst wurde die I erinäalfistel allmälig dilatirt, bis cs gelang, von hier ein Bougie Nr. 19 in die Blase einzuführen. Urethroplastik am 28. October. Zuerst \vurdc die Phi- mose durch eine Dorsalincision beseitigt, um die Haut beweglicher zu machen. Dann wurde die Fistel Umschnitten, die Haut 1]^ Centimeter breit losgelöst](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22452394_0045.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)