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Credit: Hyperämie als Heilmittel / von August Bier. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Künstliche Erzeugung von Hyperämie. ]^5 alle möglichen physikalischen und chemischen Veränderungen darstellt. Es kommt hinzu, dass man die verschiedenen Arten der Hyper- ämie gar nicht streng auseinander halten kann, da sie unmerkhch ineinander übergehen, zumal wir noch sehen werden, dass der Kör- per es versteht, den ursprünglich schnellfliessenden Blutstrom durch in ihrem Wesen unbekannte Reize, vor allen Dingen den Entzün- dungsreiz, in einen langsamen zu verwandeln. Aber trotzdem ziehe ich es vor, den Begriff Hyperämie festzuhalten als, auf im Grunde genommen unbewiesenen Theorien fussend, ganz bestimmten ein- zelnen Bestandteilen des Blutes die nützlichen und heilenden Eigenschaften zuzusprechen. Künstliche Erzeugung von Hyperämie. Ich habe vor sechszehn Jahren angefangen, bewusst Krankheits- herde zu hyperämisieren, um sie dadurch zu heilen, und habe meine anfangs auf die Tuberkulose beschränkten Versuche bald mehr und mehr ausgedehnt, so dass ich im Laufe dieser Zeit eine sehr reich- liche Erfahrung über die Wirkung der Hyperämie auf physiologische und pathologische Vorgänge bekommen habe, welche ich im folgen- den schildern will. Bei allen unseren folgenden Darlegungen ist nur von örthchen Hyperämieen die Rede. Um Missverständnisse zu vermeiden, erwähne ich, dass ich, dem üblichen Sprachgebrauche folgend, einen Körper- teil aktiv hyperämisch nenne, wenn in sein Gefässnetz mehr Blut einströmt und er von einer grösseren Menge Blut durchflutet wird; passiv hyperämisch, wenn sein Gefässnetz durch Verminderung des venösen Abflusses stärker gefüllt wird (Stauungshyperämie). Im grossen und ganzen deckt sich aktive mit arterieller und passive mit venöser Hyperämie. Doch giebt es hier Ausnahmen. Bei Herz- fehlern besteht passive Hyperämie der Lungen, und doch ist diese arteriell (mit Rücksicht auf die Blutart: arteriell = Sauerstoff reich und kohlensäurearm). Denn dem in den Lungenkapillaren gestauten Blute wird durch die Atmung Sauerstoff zugeführt und Kohlen- säure entzogen. Eine venöse Hyperämie ist hier nur denkbar, wenn die Kompensationsstörungen so hochgradig sind, dass das Leben in höchster Gefahr schwebt. Diese meine Erklärung der arteriellen H3^erämie der Stauungslunge ist von Köster^) bestätigt, sonst](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21176371_0027.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)