Die griechische Uebersetzung des Apologeticus Tertullian's. Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte / Von Adolf Harnack.
- Adolf von Harnack
- Date:
- 1892
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Credit: Die griechische Uebersetzung des Apologeticus Tertullian's. Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte / Von Adolf Harnack. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![disponirt waren; dann folgen ohne näheren Zusatz Pius und Verus. Der Übersetzer hat sich hier drei Freiheiten erlaubt. Er hat erstlich M. Aurel weggelassen — warum, lässt sich ver- muthen, aber nicht sicher ausmachen; die Unschuld dieses Kaisers scheint ihm nicht sicher gewesen zu sein; er hat zweitens den Pius als „den so benannten Pius eingeführt, und er hat drittens Vespasian an die Spitze gestellt und so eine chronologische Kaiserreihe geliefert. Durch beides hat er eine gewisse Geschichts- kenntniss bewiesen, aber durch die Umstellung zugleich gezeigt, dass er den Text Tertullian's nicht vollkommen verstanden hat. e) Tertullian schrieb: „adlegans praeter obstinationem non sacrificandi nihil aliud se de sacramentis eorum conperisse quam coetus antelucanos ad canendum Christo et deo et ad confoede- randam disciplinam, homicidium adulterium fraudem perfidiam et cetera scelera prohibentes; der Übersetzer gab das also wieder: „Zsycov, se-w xov fi?) ßovleöd-ai avxovg ddcololaxQüv ovöhv avöötov Iv avxoig £vg?]X£vai. Efirjvvs ös xal xovxo, aviöxaGdcu £co&sv xovg Xoiöxiavovg xal rov Xqiöxov &eov ölxrjv vftvelv xal Jigog xo x?]v EJUOxrjfirjv avrcöv ÖLa<pvla.66£iv, xcoXv£6dai (poveveiv [ioi%£V£iv jilsovsxzelv ajioörsgsiv xdi ra xovxoig ofioia (S. 17, 27f.). Hier liegt eine ganze Reihe von höchst inter- essanten Abweichungen vor. Eine ist schon oben besprochen worden (,,xä xovxoig o\uoiau für „cetera scelera). Zweitens hat der Übersetzer aus der einen Aussage zwei gemacht, wie es scheint, weil er sonst nicht durchzukommen glaubte (doch siehe unten). Drittens hat er „sacrificare durch das bestimmtere ,,ei- öa)lolaxQ£ivu wiedergegeben, wie er auch (S. 15, 7 f.) aus dem „deus Aemilii ein „eldoiZov AlfuMov gemacht hat. Viertens hat er, indem er aus dem „nihil aliud — quam zwei gleichgeordnete Sätze machte, für „nihil aliud se de sacramentis eorum con- perisse „ovöhv avööiov sv avxolg £vq?jX£V<xlu geschrieben. Er hat also „sacramenta nicht durch „fiv6xi]Qiail übersetzt, sondern ganz unübersetzt gelassen. Dies scheint eine Zeitspur in Bezug auf das Alter der Übersetzung zu sein. Von der zweiten Hälfte des 3. Jahrh. ab hätte wahrscheinlich jeder griechische Christ ohne Besinnen „jivöxqoux11 geschrieben, wo er „sacramenta fand. Der Übersetzer lässt aber dafür den Plinius ausdrücklich sagen, •er habe nichts Frevelhaftes bei den Christen gefunden. Fünftens hat er die Substantiva Tertullian's „coetus antelucanos, homi-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21219709_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)