Die griechische Uebersetzung des Apologeticus Tertullian's. Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte / Von Adolf Harnack.
- Adolf von Harnack
- Date:
- 1892
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Credit: Die griechische Uebersetzung des Apologeticus Tertullian's. Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte / Von Adolf Harnack. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Aus der Vergleichung des Textes dieses Stücks bei Eusebius (h. e. III, 33) einerseits und bei Syncellus (der nur eine Regeste aus der Chronik gegeben hat) und Eusebius Armen, andererseits folgt unwidersprechlich, dass Eusebius bereits im Chronikon die griechische Übersetzung des Apologeticus benutzt hat und nichts anderes. (In der Epitome Euseb. Canonum ex Dionysii Telma- harensis Chronico petita fehlt das Stück leider, s. die Ausgabe von Siegfried u. Geizer 1884 p. Gl). Dagegen hat Hieronymus bei seiner Übersetzung der eusebianischen Chronik sowohl den Apologeticus Tertullians selbst als auch den Briefwechsel des Plinius und Trajan eingesehen. Ersteres folgt aus den Sätzen „antelucanos coetus ad canendum, „ad confoederandam discipli- nam, „hoc genus quidam inquirendos non esse, oblatos vero puniri oportere, die aus der griechischen Version so nicht zurückgewonnen werden konnten, sich aber wörtlich bei Tertull., Apolog. 2 finden. Letzteres ergiebt sich aus der Zusammen- stellung „homieidia, furta, adulteria, latronicia. Diese ist un- mittelbar aus dem Pliniusbriefe geschöpft; denn im Apolog. heisst es „homieidium, adulterium. fraudem, perfidiam. in der griechischen Version demgemass „ cpovsvsiv, f/or/sveiv, xlso- vsxzelv, ccxoözsQtTv. dagegen im Pliniusbrief „ne furta, ne latro- cinia, ne adulteria committerent. Die „furta und „latronicia hat Hieronymus mithin nirgend anderswoher schöpfen können als aus dem Original. Somit kennen wir drei selbständige Zeugen des Pliniusbriefes, nämlich Tertullian, den griechischen Übersetzer des Apologeticus und Hieronymus. *) Dagegen ist kein selbstän- 1) Eusebius hat in seiner Chronik auch die beiden Stellen über Ti- berius und Marc Aurel aus der griechischen Übersetzung des Apologeticus citirt und vielleicht auch die Notiz über Nero (ad. ann. 2083 Abr.: ,.pri- mus Nero) benutzt. Ad ann. 2051 Abr. heisst es (der griechische Text im Chron. pasch, p. 430, 18, cf. Syncellus p. 021, 13): ^Enl xovxwv züv vnüxcjv] üövxioq HiXüxoq iieqI [xov Xqloxov xal] xov XQiaxiavwv ööy/xaxoq ixoivojaaxo Tißepho [KaioaQi], xuxüvoq xjj ovyxhjxw Pa>/biqq' xr^q 6h fi?] nQOOiSfisvqq TißtQioq 9-dvaxov ^Ttsiltjaev xolq %QiGxiavoxaxriyÖQOiq, ojq Ioxoqh Tsq- xv?.?.iavoq b ''Pojf/.cdoq. Der Armenier hat aus dieser einen Mittheilung zwei gemacht, die zweite der ersten vorangestellt, die erste aber in er- götzlicher Weise missverstanden. Er schreibt: „Tiberius mortem com- minatus est iis, qui de Christianis male loquerentur. refert autem Tertul- lianus Romanus. — „Pilatus de Christianorum religione Tiberium certio-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21219709_0033.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)