Die griechische Uebersetzung des Apologeticus Tertullian's. Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte / Von Adolf Harnack.
- Adolf von Harnack
- Date:
- 1892
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Credit: Die griechische Uebersetzung des Apologeticus Tertullian's. Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte / Von Adolf Harnack. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![(über die Weglassung von „Syria s. oben) und den Schluss hat er ziemlich genau wiedergegeben, aber bereits das „adnuntiata nicht verstanden, da er irrthünilich „adnuntiato las. Nachdem er es irrthünilich durch „äyyeldovzoq wiedergegeben, war er in eine Sackgasse gerathen. Gewiss, bei näherem Nachdenken hätte er das Richtige finden, „adnuntiata lesen oder corrigiren und es als Acc. Plnr. fassen müssen — dass er zu solcher Ein- sicht befähigt war, zeigt seine Übersetzungskunst an anderen Stellen. Aber er zog es vor, sich nicht lange aufzuhalten, und so setzte er etwas ganz anderes ein, durch einen Lückenbüsser die augenblickliche Verlegenheit geschickt bedeckend: zov 66- y^iazoq zovzov, svßa jiqcozov r/Qsazo! Das war bekannt genug und brauchte nicht erst gesagt zu werden oder lag vielmehr schon in dem „ex IlaZaiCzivrjq. (Näheres s. am Schluss). Sehr interessant aber ist, dass er „zo doyfia xovxo eingesetzt hat. Wenn er an die Botschaft von Christus denkt, denkt er sie so- sofort als „Dogma. Wir haben oben gesehen, dass er „ejti- On)(irju für „disciplina geboten hat. Der Grieche tritt hier klar hervor, und wir bemerken die Einwirkung jener philosophischen Apologeten des Christenthums, die dasselbe in ein „Dogma ver- wandelt haben; vgl. auch das „ÖTJXoq cor sxsivoiq coq zcß doy- fcazi ägsöxErai für „cum praerogativa suffragii sui (S. 16, lf.). g) Die paradoxeste und interessanteste Abweichung vom Originaltext möge den Schluss bilden. Tertullian schreibt: „Consulite commentarios vestros, illic reperietis primum Neronem in hanc seetam cum maxime Romae orientem Caesariano gladio ferocisse, der Übersetzer: ,'Evzvyzz£ zotq vjiof/vi'jfiaoiv v(icöv, 87C8l EVQrjöexe jiqcötov Nigcova zovzo zo 66y[ia, rjvlxa [lältoza sv PcofiJ] zi]v avazolrjv Jtccoav vxozai-aq cofioq r\v elq jcavzaq, öimc,avza.u Man beachte, dass die ersten vierzehn Worte genau und in der gleichen Reihenfolge wiedergegeben sind.1) Aber eben diese wörtliche Wiedergabe wurde dem Übersetzer zum Fallstrick; das Kleben am Buchstaben brachte ihn um den Sinn. Das „cum vor „maxime durch „rjvixa wiederzugeben, war der erste Fehler („cum maxime verstand dieser Grieche nicht), und 1) Nur für „seeta ist -wiederum das Wort „döyfia gebraucht. Der Verfasser wollte „dlpsoiq vermeiden, und da bot sich ihm wieder das Wort, in welchem er sein ganzes Christenthum zusammenfasste.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21219709_0035.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)