Die griechische Uebersetzung des Apologeticus Tertullian's. Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte / Von Adolf Harnack.
- Adolf von Harnack
- Date:
- 1892
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Credit: Die griechische Uebersetzung des Apologeticus Tertullian's. Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte / Von Adolf Harnack. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![als er nun gar „Orienten! durch „xi]v avarolrjv übersetzt hatte, da hatte er sich doppelt festgerannt. Um des „r)vixa willen brauchte er ein neues Verbuni, und das „xr)v avarolrjv forderte eine Aussage über Nero's Verhalten zum Orient- Damit noch nicht genug: vor ,,rrjv ava.To2.rjv stand ,,hv 'Pmfi?/', also — Nsgcova, zovto ro ööyy.a, Iv 3Pco/.i?], rrjv ävarofojv! Wo war der Ausweg aus diesem Labyrinth? !Sun — wenn man eine Preisaufgabe stellen wollte, um diese Confusion zu entwirren, man könnte sie nicht geschickter, ja geistvoller losen, als unser Verfasser gethan hat. Er hat zwar nicht mehr den Tertullian übersetzt, sondern sich aus eigenen Mitteln geholfen; aber er hat sich mit Ehren, wenn auch mit weitem Gewissen seinem Teste gegenüber, aus der Affaire gezogen. Das „ijVixa ixäliöxa sv cPa)(j,rj verlangte zu einem Satz ergänzt zu werden und das ,,T))v avavoXr]v ebenso. Er ergänzte jenes durch „cof/oq r\v tlq jtävxaq und dieses durch „jtäöav vjtoxa^aq'' (das „Caesariano gladio übergehend). Durch zwei geschichtliche Bemerkungen hat er die Schwierigkeiten überwunden, und beide Bemerkungen sind zutreffend. Die Christenverfolgung fällt in den Juni 64. Im J. 63 hatte Corbulo jenes Abkommen mit den Parthern geschlossen, welches als ein entscheidender Sieg der Römer betrachtet werden konnte: sollte doch in Rom der par- thische Fürst mit der Krone von Armenien belehnt werden.1) Es ist interessant, zu erfahren, wie noch im Anfang des 3. Jahrb.. dieses Ereigniss aufgefasst worden ist: „xr)v ävaroXr)v jcäöav vjiotä^ag — wir haben hier eine bisher übersehene geschicht- liche Quelle. Aber für die Zeit von 63 ab trifft es auch zu, dass Nero in der Stadt Rom „cofiöq r)v dq jidvzaq; vgl. z. B. Euseb. Chron. ad ann. Ner. X.: „Multi nobiles Romae caesi sunt. Das „jiaaav und „Ttävxaq ist freilich orientalische Über- treibung; aber der Übersetzer hat doch durch die beiden ge- schichtlichen Bemerkungen nicht gewöhnliche Kenntnisse ver- rathen. Von hieraus erhöht sich demgemäss die Wahrscheinlichkeit, dass er den Pliniusbrief gekannt hat. IV. Folgendes sind die Ergebnisse dieser Untersuchungen: 1) Der Übersetzer des Apologeticus war ein Grieche (er ge- 1) Mo in ms en, Rom. Geschichte V, S. 391 f.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21219709_0036.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)