Die griechische Uebersetzung des Apologeticus Tertullian's. Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte / Von Adolf Harnack.
- Adolf von Harnack
- Date:
- 1892
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Credit: Die griechische Uebersetzung des Apologeticus Tertullian's. Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte / Von Adolf Harnack. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![griechischen christlichen Gelehrten im Orient nicht gross gewesen sein, die sich an die Aufgabe, einen umfangreichen und dazu noch so schwierigen Text wie den des Apologeticus zu über- setzen, herangewagt haben. Im Orient haben wir den Verfasser unserer Übersetzung zu suchen. Von Julius Africanus aber wissen wir, nicht nur dass er die Expedition des Septimius Severus gegen die Osrlfoener mitgemacht hat, dem Kaiser Alexander Severus befreundet war und ihm seine „Ksotoi gewidmet hat, sondern auch, dass er an der Spitze einer Gesandtschaft von Nikopolis (Emmaus) nach Rom gegangen ist, und dass er in seiner Chronik Auszüge aus Sueton's Buch de regibus ge- geben hat.1) Africanus verstand also Latein, ja Geizer (a. a. 0.) ist geneigt, der Angabe des Suidas Glauben zu schenken, der ihn v<pil6öo(poQ yllßvg11 nennt, als seine Heimath also das lateinische Africa bezeichnet; auch ich sehe keinen Grund, dieser Überlieferung zu widersprechen, für die der Name „Africanus selbst eintritt. Geizer fährt fort: „Für seinen römischen [latei- nischen] Ursprung kann man vielleicht auch geltend machen seine Anmerkungen über den eigenen Gerichtsstand der Juden in der Gefangenschaft (im Susannabriefe) und über die wirk- lichen Söhne und die Söhne nach juristischer Fiction (im Briefe an Aristides). Die ganze Art der Behandlung zeigt einen Mann, dem die Erörterung von staatsrechtlichen und privatrechtlichen Fragen geläufig ist. Sollte ein solcher Mann, wenn er Christ und der lateinischen Sprache kundig war, nicht für eine Schrift wie den Apologeticus Tertullian's ein besonderes Interesse gehegt haben? Zweitens: Africanus hatte als erwachsener Mann seine Heimath in Nikopolis (Emmaus) in Palästina und niuss ein an- gesehener Bürger, wenn nicht Stadtbeamter daselbst (nach orien- talischen späten Zeugnissen „Bischof), gewesen sein. Ist es nun nicht auffallend, dass die griechische Übersetzung des Apolo- geticus über Palästina hinaus nicht bekannt geworden ist? Nur Eusebius und vielleicht er selbst, Africanus, brauchen sie. Aber noch mehr: an einer Stelle in den uns durch Eusebius erhaltenen Resten der Übersetzung ist statt „ex Syria Palaestina „sx IIaZaiöTiv?]qu gesetzt (S. 15, 18 f.) und unmittelbar daraufist eine Aussage über Palästina einfach eingetragen; denn während Tertullian geschrieben 1) S. Geizer, Sextus Julius Africanus I, S. 4ff. Texte u. Untersuchungen VIII, 4.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21219709_0039.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)