Die griechische Uebersetzung des Apologeticus Tertullian's. Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte / Von Adolf Harnack.
- Adolf von Harnack
- Date:
- 1892
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Credit: Die griechische Uebersetzung des Apologeticus Tertullian's. Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte / Von Adolf Harnack. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![haben. Dort heisst es1): „Währond des Verhörs derjenigen Christen, die ihr Christenthum verleugnet hatten, noch einmal verhört wurden und nun grösstenteils fest blieben] stand ein gewisser Alexander, der Herkunft nach Pbrygier, dem Berufe nach Arzt, neben dem Richterstuhl. Er lebte bereits seit vielen Jahren in Gallien und war nahezu Allen wegen seiner Liebe zu Gott und wegen seines feurigen Redeflusses — er besass niini- lich hierin eine apostolische Gabe — wohlbekannt. Indem er die Angeklagten durch lebhafte Zeichen zu dem offenen Bekennt- niss ihres Christenstandes ermunterte, erschien er den das Tribu- nal Umstehenden, wie wenn er gleichsam diese Bekenner gebäre. Da erhob die heidnische Menge, ungehalten darüber, dass die, welche verleugnet hatten, jetzt wieder bekannten, unter lautem Geschrei die Anklage gegen Alexander, er habe diesen Um- schwung bewirkt. Der Statthalter liess ihn vor sich kommen und fragte ihn, wer er sei. Als Alexander antwortete: ein Christ so gerieth er in Zorn, verurtheilte ihn zu den wilden Thieren und bereits am folgenden Tage liess er ihn in das Amphitheater bringen. Nachdem dort Alexander alle zur Marter ausersonnenen Werkzeuge an sich erprobt und den furchtbarsten Kampf be- standen hatte, wurde ihm zuletzt die Kehle durchschnitten. Weder einen Seufzer noch einen Laut hat er bei dem Allen von sich gegeben, sondern im Herzen mit Gott gesprochen. Alexander ist u. W. der erste Arzt, welcher Märtyrer geworden. 3. Christliche Schüler Galen's in Rom. In Rom gab es um das J. 200 innerhalb der katholischen Kirche eine Schule, die sich eifrig mit aristotelischer Philosophie, Geometrie und Naturwissenschaft beschäftigte, aber von dem Bischof und der Majorität der Gemeinde heftig bekämpft und schliesslich excommunicirt wurde. Wir besitzen noch das Bruch- stück einer sehr plumpen und gehässigen Streitschrift gegen sie aus dem Anfang des 3. Jahrhunderts2). Hier heisst es: „Sie beschäftigen sich mit Geometrie als Leute, welche irdisch sind und Irdisches reden . . . Euklides mit seiner Geometrie wird 1) Euseb., h. e. V, 1, 49 sq.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21219709_0047.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)