Copy 1, Volume 1
Handbuch der Geburtskunde in alphabetischer Ordnung / Bearb. und herausgegeben von Dietr. Wilh. Heinr. Busch und A. Moser.
- Busch, D. W. H. (Dietrich Wilhelm Heinrich), 1788-1858.
- Date:
- 1840-1843
Licence: Public Domain Mark
Credit: Handbuch der Geburtskunde in alphabetischer Ordnung / Bearb. und herausgegeben von Dietr. Wilh. Heinr. Busch und A. Moser. Source: Wellcome Collection.
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![g*efürc]itetj und wir g-Iauben nicht mit Unrecht, wenn auch viele Beispiele und namentlich das von Mauriceaii (Ohserv. 644.) ting'eführte, io welchem man einer scliwang’ern Frau zehn MdI am Fö£se zu Ader liefs, ohne dass der Ahortus entstand, das Gegentheil erweisen können. Es kann der Aderlafs am Fufse immer leicht attrahirend wirken, und durch die Richtung* des Blutes nach den unteren Theilen und namentlich nach den ÜOi.erleihsorg’anen einen Ahortus herheiführen. Es rätli da- her die lorsicht denselben seihst in zweifelhaften Fällen von Sciiwang*erschaft zu vermeiden. Das Ansetzen von hlutig'en oder trocknen SchropfkÖpfen und Bluteg*eln an den Unterleib in dei ]\äiie der Geschlechtstheile wird zwar nur in sehr g’eiing’em Grade den Ahortus zu beförderen vermög'en, ja ihn unter g*ewissen Umständen sog*ar verhindern, aber bei sehr reizbaren, zum Ahortus g-eneigten Frauen, kann dennoch ; der bewirkte Blutandrang* oder der zu starke Blutverlust sich schädlich erweisen. Aeliolich diesem 4 erfahren ist das sog*e- , nannte Fopfsetzen bei den slavisclien und asiatischen Noma- denvölkero, s. Martins in v, Gräfe und Walter’s Journal 1828. Bd. 75. Heft 1, S. 60, Die Entziehung* von Nalirung*smitteln und überhaupt die Schwächung* des mütterlichen Körpers durch verschiedene Mittel, wie durch Naclitwachen etc., kann nur auf eine sehr indirekte Weise den Ahortus herheiführen, und die Schwan- g*erschaftsthätigkeit zeig*t sich oftmals in einem so kräftig*en Grade entwickelt, dafs die Schwächung* des Körpers auf sie g-ar keinen oder wenigstens nicht einen so bedeutenden Eiu- fiufs ausübt, dafs der Ahortus dadurch herbeigeführt wird. Am sichersten wird der Ahortus durch solche Mittel be- dingt werden, welche direkt auf das Ei cinwirken, und es , bestehen diese in der Einführung solcher Instrumente, welche die Eihäute zerstören. Nach Diigös (Uuiversallexikon der praktischen Medizin und Chirurgie a. d. F. I. Bd, S. 25.) wer- den diese Mittel von verruchten Händen zu dem strafbaren Endzweck am häufigsten angewandt. Der Uebersetzer glaubt zur Ehre unseres Vaterlandes es bekennen zu dürfen, dafs ein solcher Grad von Verruchtheit bis jetzt in ganz Deutsch- land noch nicht vorgekommen ist; was jedoch nicht bestätigt werden kann, wenigstens kommen die Versuche dieser Art nicht selten vor. Schon in den älteren Schriften ist die Rede von](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29328780_0001_0034.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


