Copy 1, Volume 1
Handbuch der Geburtskunde in alphabetischer Ordnung / Bearb. und herausgegeben von Dietr. Wilh. Heinr. Busch und A. Moser.
- Busch, D. W. H. (Dietrich Wilhelm Heinrich), 1788-1858.
- Date:
- 1840-1843
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Credit: Handbuch der Geburtskunde in alphabetischer Ordnung / Bearb. und herausgegeben von Dietr. Wilh. Heinr. Busch und A. Moser. Source: Wellcome Collection.
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![es sind dieselben namentlicL dann anzuenipfeblen, wenn der Eindruck einer selir starken Kälte zu fürchten ist, die Kon- traction der Cebärniuttergefässe dennoch aber nothweudig’ ersciieint. Man macht zu diesem Endzwecke Injectionen iu die Scheide, oder führt einen mit den sogleich zu nennenden Flüssigkeiten benetzten Scliwamm oder einen Leinwandslap- pen in dieselbe ein. Als Adstiingentia liat man hier henutzt: den EssTg mit Wasser verdünnt; die Mlneralsäureu iu gehö- riger \ erüünnung; die Auflösung der Blei- Eisen- oder Zink- präpatate; auch die Abkochung der vegetabilischen, adstriu- girendeu Heilmittel, wie der Eichenrinde, der Salbei mit Alaun u. s. w^ Die Wirksamkeit dieser Mittel darf jedoch nicht zu hoch beurtheilt werden. 0) Fest zusammengezogene Bänder um die Extremi- täten zur Hemmung von xMelrorrhagieen. Nach Velpeau soll die Störung der Cirkulation , welche hierdurch bedingt wird, und auf welche tiohouham und Bourgery in der neuen] Zeit aufmerksam gemacht haben, die Wirk- samkeit dieses Mittels zu erweisen im Stande sein, und maa soll dasselbe aus dem Brunde mit Fnrecht verworfen haben, weil fx«eake und Hamilton sich desselben zur Hervorrufung der xMenstriiatiou beMenen. Nach unserer Ansicht sind die Folgen dieses Mittels zu unbestimmt, als dass man zu dem- selben ratlien könnte, und nur nach Beseitigung des Blut- flusses zur Verhütung von Recidiven, köuute es sich der Theorie nach nützlich erweisen. 7) Der Tampon. Es ist einleuchtend, dass man bei den Blutfiüssen aus der Gebärmutter früh schon dem Blute den AVeg nach aussen zu verschliessen suchte, da solches als das natürlichste und einfaciiste Mittel zur Hemmung des Blutflus- ses erscheinen muss. Es .ist auch keinen Zweifel unterwor- fen, dass der Tampon schon in den ältesten Zeiten benutzt wurde, Hip[M)crates (de Miilier. morb. llb. 1. cap. 76), Mosebiou (Gjnaec: de mul. morb. in xSpacb. c. 20), Paul von Aegina (lib. 7. cap. 24) und Fabric. Hildanus (Epist. 30. ad Zacebias etc.) erwähnen dieses Mittel scl»oa, denn die von ihnen so bäufig besprochenen Mütterpfropfen, sind wohl nichts Anderes als solche Tampons, die man mit allerlei zusammenziehenden Mitteln befeuchtete. Das Mittel wurde auch zu keiner Zteit ausgesetzt; nach Hildauus fia-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29328780_0001_0519.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


