Chemische und histochemische Üntersuchungen über die lipoiden Abbaustoffe des Gehirns bei progressiver Paralyse / von Giacomo Pighini und Pietro Barbieri.
- Giacomo Pighini
- Date:
- 1914
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Credit: Chemische und histochemische Üntersuchungen über die lipoiden Abbaustoffe des Gehirns bei progressiver Paralyse / von Giacomo Pighini und Pietro Barbieri. Source: Wellcome Collection.
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![weil sie diejenigen sind, die in geringerer prozentualer Menge in der frischen Substanz angetroffen werden — und hinsichtlich der Phospta- tide wissen wir, daß das Blut der Paralytiker viel reicher daran ist als das-normale [Kauffmann?), Peritz?), Bonstein®t)]. Das Cholesterin dagegen würde, auch wenn es frei von seinen Ver- bindungen ist, die seine Anwesenheit markieren, lange Zeit im Gewebe verbleiben, weil wir es bei der chemischen Untersuchung in einem sehr hohen Prozentsatz im Vergleich mit den anderen Lipeidstoffen und im Vergleich mit der Gesamtmasse des Gehirns in fast normaler Menge antreffen. Die Ursachen dieses seines langen Verweilens im Gewebe sind uns unbekannt. Da das Blut der Paralytiker schon eine reichliche Menge von KEster- und freiem Cholesterin enthält [Pighini?), R.Dorr?), Allers®*)], unter welchen das freie schon im Vergleich mit dem normalen im Überschuß sein soll (Dorr und Allers), und da das Verhältnis zwischen cholesterinester und freiem Cholesterin im Blute ungefähr sich als konstant im normalen Serum ergibt [S.H.Schultz3)], darf man annehmen, daß eine weitere Überladung mit freiem Cholesterin im Blute durch besondere Bedingungen seines physikalisch-chemischen Gleichgewichts verhindert wird. Die Erklärung, die man für die Er- scheinung geben könnte, ist die, daß das Cholesterin, welches sich im Innern des Nervengewebes freigemacht hat, darin eine Sch utzwirkung ausübt, indem es das syphilitische Toxin bindet und gleichzeitig neu- tralisiert infolge ähnlicher Vorgänge wie die Bildung der labilen Ver- bindungen Digitosin-Cholesterin und Saponin-Cholesterin. Wir beschränken uns hier auf die Konstatierung der Tatsachen, die sich aus der chemischen und mikrochemischen Untersuchung des - Paralytikergehirns ergeben haben, die mit den uns heutzutage zur Verfügung stehenden Mitteln durchgeführt wurde. Wenn die Technik verbessert wird, werden wir vielleicht, indem wir unsere Untersuchungen auf die Fragen ausdehnen, welche diese neuen Daten den Forschern eröffnen, imstande sein, unsere Kenntnisse hinsichtlich der Pathologie dieser Geisteskrankheit besser zu erweitern. Literaturverzeichnis. 1. Pighini e Carbone, Ricerche sulls costituzione chimica del cervello nella Paralisi Progressiva. NotaI. Rivista sperim. di Freniatria 1912, fasc. I, und Biochem. Zeisschr. 46, 6°. 1914. 2. Pighini, Idem. Nota II. Stessa Rivista 1914. 3. Alzheimer, Beiträge zur Kenntnis der pathologischen Neuroglia und ihrer Beziehungen zu den Abbauvorgängen im Nervengewebe. Nissls- Alzheimers Arbeiten 3, H.3. 1910. 4. Fränkel, Gehirnchemie. Ergebn. d. Physiologie 8. 1909. 5. Salkowski, Ist es möglich, den Gehalt des Gehirns von Phosphatiden zu steigern? Biochem. Zeitschr. 51, 407. 1913.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b33432612_0036.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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