Angewandte Pflanzenanatomie : ein Handbuch zur Studium des anatomischen Baues der in der Pharmacie, den Gewerben, der Landwirthschaft und dem Haushalte benutzten pflanzlichen Rohstoffe / [Alexander Tschirch].
- Alexander Tschirch
- Date:
- 1889
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Credit: Angewandte Pflanzenanatomie : ein Handbuch zur Studium des anatomischen Baues der in der Pharmacie, den Gewerben, der Landwirthschaft und dem Haushalte benutzten pflanzlichen Rohstoffe / [Alexander Tschirch]. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Man findet die Calkoxalatkristalle entweder eingescfilossen in Globoide (Myristica surinamensis, Coriandrum, Vitis, Amygdalus) oder der Grundsnbstanz eingebettet f Vitis, Coriandrum, Aethusa, Amygdalus). Selten enthält nur ein Korn der Zelle, welches nicht einmal das grösste zu sein braucht, eine oder mehrere Kristalldrusen und alle übrigen Körner derselben Zelle, Globoide. Der häufigste Fall ist freilich der, dass ein durch seine Grösse ausgezeichnetes Korn (der Solitär, s. oben) auch durch seine Einschlüsse, besonders seine Kristalleinschlüsse, hervorragt (Aethusa, Silyhum, Vitis, Amygdalus), jedoch gibt es andei’erseits auch Fälle, wo der Solitär sich nicht durch die Art seiner Einschlüsse, sondern nur durch die Grösse der letzteren von den übrigen Körnern unterscheidet (Amygdalus). Der Fall ist selten, dass in derselben Zelle, neben Kristallen auch Kristalloide Vorkommen. In demselben Aleuronkorn ist das nur bei Aethusa Cynapium wie Pfeffer, i;ud bei Myristica surinamensis, wie ich gezeigt habe, der Fall. Bei letzterer Pfiauze finden sich sogar merkwürdiger- weise Kristalloide, Globoide, Kristalle, Grundsubstanz imd Membran in demselben Korn. Selten kommt es vor, dass neben den im Aleuron eingeschlossenen Kristallen freiliegende Nadeln oder Drusen auftreten (Groton). Ungeformte Einschlüsse finden sich im Aleuron, soweit l)ekannt, nicht. Auch ich konnte z. B., ebensowenig wie Pfeffer , fettes Gel darin fiiiden. Ich prüfte mit l“/o Osmiumsäure. Der Grund, warum die so charakteristischen Formen der Aleuron- körner vielfach übersehen wurden (Berg bildet in seinem Atlas z. B. in den Zellen der aleuronhaltigen Samen nur eine körnige ]\Iasse untermengt mit Globoiden ab, ebenso VoGi>), liegt in dem Umstande, dass man meistens im Wasser liegende Schnitte beobachtete. Durch Wasser werden aber die Formen zerstört. Die ersten Phasen dieser Zerstörung — Abheben der Membran — zeigt Fig. ,3(3, 3. Man verwendet als Einlegemittel am besten fettes Gel oder starkes Glycerin. Die BiUDing der Aleuroukörner im Samen erfolgt erst im aller- letzten Stadium des Reifens (Pfeffer). Ziierst scheiden sich die Kristalle aus. dann die Globoide und nachdem nun die Eiweisslösung der Zelle phosphorsäurearm geworden, zuerst die schwerer löslichen Kristalloide und endlich die leichtlösliche Grundmasse. In umgekehrter Richtung geht beim Keimen des Samens die Auflösung vor sich. Zuerst wird, schon beim Einquellen der Samen, die Grundmasse, dann Kristalloid und Globoid und endlich auch, wie ich nacli- gewiesen habe, der Kristall gelöst-), letzteres aber wmhl nur, wenn der Pflanze Calk mangelt, doch sah Pfeffer die Kristalle sich auch lösen, wenn der Pflanze Calk nicht mangelte (Lupinus). Die Chromatophoren^) Unter diesem Namen bezeichnet die neuere Terminologie nach Stbasbl’rger’s und ScHinpER’s Vorgang ■‘) eine Gruppe von stets dem Proto- plasma der lebenden Zelle eingebetteten (s. oben) plasmatischen Gebilden, die entweder selbst Farbstoffe enthalten, also Farbstoffträger sind, oder aus solchen sich zu bilden imd wieder in Farbstoffträger zu verwandeln vermögen. Sie werden auch unter dem Namen Plastiden (^Schimcer), Das Aleuron von Paeonia ist in Glycerin löslich, auch sonst löst verdünntes Gl3'cerin bes. Grundsubstanz und Kristalloide. Sitzungsber. d. Ges. naturf. Freunde. 1887. “) x_p(jjpia Farbe, o£p:tv tragen. ScHiMPER, Bot. Zeit. 1883 und Prixgsu. Jahrb. XVI. — Strasburger , Studien über das Protoidasma. Jenaer Zeitschr. 187ti.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28122288_0069.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)