Ein Beitrag zur normalen und pathologischen Anatomie der Schleimhaut der Harnwege und ihrer drüsigen Anhänge / von Ludwig Aschoff.
- Aschoff, Karl Albert Ludwig, 1866-1942.
- Date:
- 1894
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Credit: Ein Beitrag zur normalen und pathologischen Anatomie der Schleimhaut der Harnwege und ihrer drüsigen Anhänge / von Ludwig Aschoff. Source: Wellcome Collection.
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![ker'), Toldt2)], die nach dem Orif. ext. zu dichter angehäuft.i: sind [Luschka3), Klein4)]. Ferner sind in dem vorderen Theil der Urethra längere, | unter der Schleimhaut verlaufende Kanäle beschrieben worden, die aber von der Mehrzahl der Autoren nicht als Drüsen auf- i gefasst worden sind. Ich komme später auf sie zurück. Eine i genauere Beschreibung über die Vertheilung und Grösse dorij drüsigen Gebilde in den einzelnen Abschnitten der Urethra fand A ich nirgends. Durchmustert man die Schleimhaut der Urethra vom Orif. 1 int. an, so zeigen sich sehr bald, nachdem sich die glatte Mus- culatur zum Sphincter geschlossen hat, kleine Einstülpungen des] Epithels, die genau den Drüsensprossen im Anfangstheil der männlichen Urethra entsprechen. Wie dort, folgen auch hier bald darauf an Stelle einfacher Einstülpungen kurze, sehr stark gewundene Kjmälchen, die ein zweischichtiges Cylinderepithel tragen, in ihren Ausführungsgängen jedoch häufig eine partielle Umwandlung in Plattenepithel zeigen. Diese platten Zellen ent- halten, wie beim Manne, zahlreiche feine glänzende Tröpfchen. Weiter abwärts beginnt ausserhalb des Sphincter int. der quer- gestreifte Schliessmuskel (Spincter ext. ILenle) aufzutreten. Ge- wöhnlich beginnen die Drüsen sich jetzt stärker zu entwickeln. Während sie Anfangs nur dicht unter der Epithelschicht lagen, reichen sie jetzt bis in die Mitte der Submucosa hinein. Auch diese etwas grösseren Formen, die noch immer ziemlich senk- recht zur Schleimhautoberiläche einmünden, werden durch andere abgelöst. Es treten, wiederum ganz wie beim Manne, anschei- nend ohne jeden Zusammenhang mit der Schleimhaut, kleine Drüsenkanälchen im mittleren Drittel der Submucosa auf, deren Ausführungsgänge sich erst in den folgenden Seriensclmitten als längere, schräg nach vorn verlaufende Kanäle zu erkennen er- geben. Noch immer umgiebt die quergestreifte Musculatur die Urethra als ein besonderer Ring. Jedoch nimmt der untere ') Kolli ker, a. a. 0. 2) Toldt, a. a. 0. 3) Luschka, Die Anatomio des menschlichen Beckens. Tübingen 1864. S. 243. 4) Klein, Stricker’s Gewebelehre. Bd.I. 1871. S. 662.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2242829x_0032.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)