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Credit: Die Genese der Stauungspapille / von Franz Schieck. Source: Wellcome Collection.
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![,später' Visus wieder schlechter (1), im zweiten Jahre nahm S ab (1), nach 2 Monaten Visus schlechter (1), durch Atrophie, aber keine neue Stauungspapille, Besserung unmittelbar nach der Operation und fortschreitend in den ersten Tagen, dann hört sie auf (nicht gesagt, dass es dann wieder schlechter wurde) (1), „nach einer Woche alles wieder beim alten, Sehverschlechterung (1); ferner noch 2 Fälle, bei denen nicht recht ersichtlich ist, ob sich die erneute Verschlechterung auf das Sehen bezog oder nicht. Zu diesen 221 Fällen kann ich jetzt noch 51 hinzufügen1); leider sind auch bei ihnen die Angaben, auf die es mir besonders ankommt, zum Teil lückenhaft. In den meisten wurde trepaniert, ich habe aber auch 3 Fälle von Anton-Bramann2), (Balkenstich) und 2 von Ventrikeldrainage nach Payr [mitgeteilt von Römer3) und von Halben4)] mit herangezogen, weil auch bei ihnen die Druckent- lastung Zweck der Operation war. Die übrigen Fälle sind mit- geteilt von Spiller5) (5), Bassoe6) (1), Beevor7) (1), de Schweinitz und Holloway8) (16), Bordley und Cushing9), sowie Thomas und Cushing10) (zusammen 8, hierunter sind 3 Fälle, in denen nach Exstirpation des Krankheitsherdes eine Stauungspapille akut entstand, und zwar infolge einer Nachblutung. Die Eröffnung der Wunde und Entfernung der Coagula führte prompt zum Bückgang 1) Die Fälle von Bordley und Cushing sind lange nicht alle mitgeteilt, sondern die Autoren geben Einzelbeobachtungen mehr als Beispiele für bestimmte Thesen. Zum Schluss heisst es, dass in einer Anzahl von Fällen die Stauungs- papille geheilt und volle Sehschärfe hergestellt, in andern die vorhandene erhalten wurde. . Nur in wenigen kam es zum Verlust des Visus. Diese Fälle hatten alle ausgedehnte Exsudationen gehabt und der Verlust wird auf Bindegewebs- wucherung in der Papille bezogen. Borchardt, Arch. f. klin. Chir. Bd. LXXXI (früher von mir übersehen), erwähnt 15 eigene Fälle von dekompressiver Trepa- nation oder partieller Excision; ich konnte die Beobachtungen nicht verwerten, weil nicht mitgeteilt ist, wie oft Stauungspapille bestand und was daraus wurde. Bemerkenswert ist der Satz: „Mancher der sogenannten Geheilten ist blind ge- blieben, daran war aber nicht die Operation schuld. 2) Anton und v. Bramann, Münch, med. Wochenschr. 1908. Nr. 32. 3) Römer, Diskussion zu meinem Vortrag. Heidelb. Kongress 1908. 4) Halben, Deutsche med. Wochenschr. 1909. Nr. 10. 5) Spiller, The Journ. of the Amer. med. Assoc. 23. Jan. 1909. Bassoe, ibid. 30. Jan. 1909. *) Beevor, ibid. 23. Jan. 1909. 8) de Schweinitz and Hollo way, Transact. ofthe College of physicians of Philadelphia 1908. 9) C us hing and Thomas, The Journ. of the Amer. med. Assoc. 14. März 1908. 10j Cushing and Bordley, ibid. 30. Jan. 1909.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21287429_0181.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)