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Credit: Die Genese der Stauungspapille / von Franz Schieck. Source: Wellcome Collection.
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![zeugung kommt, dass eine Behinderung des Lymphabflusses im Zwischenscheidenraum auch die Lymphwege, die im Optikus verlaufen, zuschliesst und auf diese Weise eine Stauung der vom hinteren Glaskörperraum abgeführten Flüssigkeit im distalen Optikusabschnitt resultiert. Levin- s o h n verbindet aber diese Theorie einerseits mit der Ent- zündungstheorie und andererseits mit D e y 1 s Hypothese von der Kompression der Vene im Intervaginalraum, beides unhalt- bare Annahmen, wie wir später sehen werden. Schliesslich sei noch im Kapitel der Lymphraumtheorie der interessanten Ausführungen A.Hoches1) gedacht, der aus- gehend von der Überzeugung, dass ,,das positive Beweismaterial für die Toxintheorie der Stauungspapille für den Neurologen auf wenig fester Basis steht, sich ebenfalls für die mechanische Hypothese von der Wirkung des gesteigerten Druckes im Zwischenscheidenraume ausspricht, das Zustandekommen der Stauungspapille jedoch auf folgende Weise erklärt. Zunächst weist H o c h e darauf hin, dass bei Hirndruck der Sehnerv nicht der einzige degenerierende Nerv ist, sondern dass gleich- zeitig mit der Stauungspapille sich regelmässig Degenerations- erscheinungen an den hinteren Wurzeln des Rückenmarks finden, wie man mit dem M a r c h i - Verfahren nachweisen kann. Diese letzteren haben aber insofern einen ähnlichen Verlauf wie der Optikus als sie, wie jener durch die Lamina, durch die Pia mit einer deutlichen Einschnürung hindurchtreten. Dabei bilden ihre Scheiden ebenfalls in einer gewissen Über- einstimmung mit denen des Sehnerven Abflusswege für den Lymphstrom aus dem Zentralnervensystem. Auf Grund dieser anatomischen Besonderheiten zieht nun H o c h e zwischen beiden Nervenaffektionen eine Parallele und glaubt, dass der Abfluss der Lymphe aus den hinteren Wurzeln bei bestimmten Erkran- kungen des Zentralnervensystems in gleicher Weise gehemmt und damit das Moment der Lymphstauung gegeben ist, wie ]) A. Hoche, Zur Entstehung der Stauungspapillen. Arch. f. Augenheilk. XXXV. 192. 1897.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21287429_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)