Bedeutung der Kyroskopie für Diagnose und Therapie von Nierenerkrankungen / von H. Strauss.
- Strauss, Hermann
- Date:
- 1904
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Credit: Bedeutung der Kyroskopie für Diagnose und Therapie von Nierenerkrankungen / von H. Strauss. Source: Wellcome Collection.
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![— ä-J — Falle von liocligvadiger tuherkulöser Zerstörung der ineu Niere bei Fehlen der anderen Niere kurz ante fijiem in einwaudsfreier Untersucliiing für ö einen Wert von nur -0,556° feststellen konnte. Mit Keclit erkennt deshall) -Stockniann nnter Hinweis auf die experimentell festgestellte Tatsache, dafs ein Kaninchen, dein eine Niere entfernt worden ist und dem die andere nach und nach durch Resektion ver- kleinert wii\l, am Lehen erhalten werden kann, M enn es nur noch ein Viertel der restierenden Niere hesitzt, der Be- stimmung von 3 nur die Eigenschaft eines Indikators für die Frage zu, ob sich der Körper im Gleichgewicht befindet. Diese beiden Beobachtungen beweisen, dafs bei einseitigen Nierenerkrankungen ein niedriger Wert für o noch nicht unter allen Umständen einen guten oder ausreichenden funktionellen Zustand des Schwesterorgans verrät. Wenn man noch dazu , mii^^T]Qt, dafs die Kenntnis von ö nur die Feststellung eines ' ^^Vt^Jut, temporären funktionellen Verhaltens gestattet, so ergibt sich ' . f^^i' Schlufs, dafs ein normaler Wert für 5 eine ausreichende ^,,ji^t\kS^ Funktion des Schwesterorgans nicht in dem Mafse anzeigt, 1^ (^/if^- man auf einen solchen Befund hin in allen Fällen ein promptes Funktionieren desselben nach Exstirpation der kranken Niere sicher erwarten darf. . ■ Wenn auch statistische Zusammenstellungen — selbst wenn sie so grofs und so einheitlich sind, wie die letzte von Kümmell und Rümpel — noch so beweisend erscheinen, so behalten die aus ihnen abgeleiteten Leitsätze doch nm' all- gemeine G-eltung, und es sind bei der Verwendung der- selben für den konkreten Fall stets alle Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen, die in dem zu beurteilenden Falle den Wert für o beinflussen können. Dies gilt nicht blofs für die diagnostische Benutzung normaler, sondern auch abnorm hoher Werte für o. In Bezug auf letzteren Punkt verweise- ich einerseits auf die im Beginne dieses Kapitels gemachten --^. Ausführungen über die Möglichkeit einer Erhöhung von o dm'ch Tumoren, Fieber etc. — andererseits darauf, dafs. wie bereits erwähnt ist, nach v. Korauyi Nierenschmerz infolge einseitiger Nierenerkraukung vorübergehend — wohl durch eine reflektorisch erzeugte Funktionsstörung der anderen Niere — eine Erhöhung von S erzeugen kann. Rümpel und Kümmell behaupten allerdings von der soge- i](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2151981x_0054.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)