Anleitung beim Studium des Baues der Nervösen Centralorgane : im gesunden und kranken Zustande / von Heinrich Obersteiner.
- Heinrich Obersteiner
- Date:
- 1888
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Credit: Anleitung beim Studium des Baues der Nervösen Centralorgane : im gesunden und kranken Zustande / von Heinrich Obersteiner. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![brauchbar werden, sowie, dass dieselbe nur auf kleinere Stücke An- wendung finden kann. 2. Palladium und Gold. Der Schnitt, bei dessen Anfertigung- Alkohol zu vermeiden ist, kommt für fünf Minuten in eine wässerige Chlorpalladiumlösung (etwa 1: 2000). Aus waschen in destillirtem Wasser, Einlegen in äusserst schwach mit Salzsäure angesäuerte Goldchloridlösung (1: 5000), in welcher der Schnitt bei massiger Licht- einwirkung so lange bleibt (circa 24 Stunden) bis die verschiedenen Faserzüge durch ihre dunkelviolette Färbung hervortreten; wieder- holtes Auswaschen in Wasser, Alkohol, Nelkenöl, Damarlack. Die Präparate sind nur bei schwacher Vergrösserung zu untersuchen, geben aber häufig sehr gute Uebersichtsbilder, da sich nicht alle, meist nur die gröberen Fasern färben. 3. Die Hämatoxylinfärbung nach Weigert. Die Präparate müssen in L'hromsalzlösungen gehärtet sein, können aber dann in Alkohol übertragen und mittelst Celloidin eingebettet werden, dabei sollen sie jedoch nicht in Wasser ausgewaschen werden. Sobald man nicht sehr gi i isse Anforderungen an diese Methode stellt, namentlich, wenn man Uebersichtspräparate herzustellen beabsichtigt, schadet das Auswässern nichts, ja man kann sogar mit dem Gudde?i''sehen Mikrotome unter Wasser arbeiten, und recht erträgliche Präparate erlangen. Das zu schneidende Stück wird mit Celloidin auf Kork aufgeklebt und nach mehrstündigem Verweilen in SOprocentigem Alkohol in eine Lösung von neutralem essigsaurem Kupferoxyd (gesättigte Lösung mit gleichem Volum Wasser) gebracht; hier bleibt es im Brütofen bei 35 bis 45° 1 bis 2 Tage lang. Schneiden und Auffangen der Schnitte unter Alko- hol, Einlegen in die Hämatoxylinlöstmg (Hämatoxylin 1 Theil, Alko- hol 10 Theile, Wasser '.>(> Theile. Die Flüssigkeit wird erst nach 1 bis 'l Wochen brauchbar; Zusatz von 1 Procent einer kalt gesättigten Lösung von Lithion carbonicum macht die Flüssigkeit früher reifen). In dieser Lösung bleiben die Schnitte je nach der gewünschten In- tensität der Färbung 2 bis 24 Stunden (Rückenmark kürzer, Hirn- rinde länger;. Die ganz schwarzen Schnitte werden in destillirtem Wasser abgespült und in die Eutl;irl>ungsflüssigkeit: Borax 2 Theile, Fenidcyankalium (rothes Blutlaugensalz) 2-5 Theile, Wasser 100 Theile acht. Bier verweilen die Präparate bis zur deutlichen Differen- zirung, welcher Zeitraum zwischen einer Viertelstunde und 24 Stunden schwanken kann, hie markhaltigen Nervenfasern treten dann durch ihre blauschwarze Färbung aus dem bräunlicher] Grunde scharf her- vor. Oft i>t die oben angeführte Entfärbungsflüssigkeil zn intensiv wirkend, und man thul gut daran, sie noch beträchtlich zu verdünnen, für periphere Nerven sogar mit demöOfachen Volumen Wasser (Gelpke).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211693_0027.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)