Anleitung beim Studium des Baues der Nervösen Centralorgane : im gesunden und kranken Zustande / von Heinrich Obersteiner.
- Heinrich Obersteiner
- Date:
- 1888
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Credit: Anleitung beim Studium des Baues der Nervösen Centralorgane : im gesunden und kranken Zustande / von Heinrich Obersteiner. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![genug gewählt wurde, zwei solcher Schnittreiheu übertragen, indem man zwei Bänder mit der Schnittseite auf die trocken gewordene Collodiumschichte legt und von der anderen Seite sanft den Streifen andrückt: letzteren kann man nun leicht abziehen, so dass die Schnitte der Collodiumschicht anhaften. Nachdem aller Alkohol soweit ent- fernt ist. dass die Schnitte eben noch feucht sind, wird über diese hinweg rasch eine zweite Collodiumschicht, so wie dies anfänglich geschah, gegossen. Ist die Collodiumschicht oberflächlich trocken, so soll man die Schnitte zur leichteren Orientirung mit Methylenblau in beliebiger Weise markiren. Die fertiggestellte Tafel wird entweder in 80procentigem Alkohol autbewahrt, oder alsbald (vor dem starken Eintrocknen) in die gebräuchliche Hämatoxylinlösung gebracht. In letzterer löst sich, namentlich im Brutofen, sehr bald die ganze Collodium- masse mit den von ihr eingeschlossenen Schnitten vom Glase ab, so dass man sie leicht entfernen kann. Färben und Differenziren geschehen in der angegebenen Weise; hierauf muss sehr sorgfältig ausgewaschen werden. Man kann nun die Platten, den einzelnen Schnitten entsprechend, zerschneiden, in Alkohol (90 bis 95°, nicht absolut!) entwässern, mit Kreosot oder einer Mischung von drei Theilen Xylol und einem Theil wasserfreier Carbolsäure aufhellen und in Damarlack einschliessen. Origanumöl und Nelkenöl sind zu vermeiden. Weigert hatte früher eine Methode angegeben, die markhaltigen Nervenfasern mit Säurefuchsin roth zu färben; diese Methode ist aber seit Einführung der in jeder Beziehung vortrefflichen und leichteren Hämatoxylinfärbung zum mindesten überflüssig geworden. Letztere ist auch von unschätzbarem Werth für den Nachweis degenerirter Stellen der Marksubstanz. Seit der Publication Weigert's sind zahlreiche Modifikationen seiner Methode vorgeschlagen worden, die hier nicht alle angeführt weiden können. Es genüge, die von Pal angegebene Färbungsmethode hier ausführlicher zu erwähnen, da sie in der That ausgezeichnete Bilder Liefert Hei diesem Verfahren wird nämlich, im Gegensatze zu den Weigert'ücAien Präparaten, das zwischen den markhaltigen Fasern nde Gewebe vollständig entfärbt und kann daher noch beliebig nachgefärbt werden. Härtung in MüUei-'sdier Flüssigkeit oder doppelt- chromsauren] Sali; war das Stück schon ausgewässert oder grün, so kommen die Schnitte für einige Stunden in 05procentige Chromsäure oder tüi länger in eine i- ins :;procentige Lösung von doppeltchrom- gaurem Kali, 21 bis 48 stunden in die Weigert'sche Hämatoxylin- lösung (pag. 13), nach Bedarf auch noch eine stunde innerhalb des Brätofens \»-\ •»;» 46ü; Auswaschen in Wasser, dem, wenn dir Schnitte nidit tiefblau gefärbl sind, etwas Alkali (1 bis 2 Procent der Lithion-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211693_0029.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)