Anleitung beim Studium des Baues der Nervösen Centralorgane : im gesunden und kranken Zustande / von Heinrich Obersteiner.
- Heinrich Obersteiner
- Date:
- 1888
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Credit: Anleitung beim Studium des Baues der Nervösen Centralorgane : im gesunden und kranken Zustande / von Heinrich Obersteiner. Source: Wellcome Collection.
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![midenförmig, mit der Spitze gegen die Oberfläche gewendet, er- scheinen. Die dritte, 1 Millimeter breite Schichte (Schichte der grossen Pyramiden, Ammonshornformation, mittlere Nervenzellenschichte) ist nicht gut gegen die vorhergehende abgegrenzt. Die dort beschriebenen kleinen Pyramidenzellen rücken weiter auseinander, werden sparsamer, dabei nehmen aber, je mehr wir uns den tieferen Schichten nähern, einzelne unter ihnen merklich an Grösse zu, so dass die grössten (bis 40 ^ Breite) in der Tiefe zu suchen sind. An ihnen lassen sich auch die Einzelheiten im Bau der Pyramiden- zellen am besten studiren (Fig. 48 und 162). Die Pyramidenzelle kann man sich aus einer Spindelzelle hervor- gegangen vorstellen. Diese Spindelzelle ist radiär gegen die Ober- fläche gestellt und besitzt zwei Hauptfortsätze, von denen der eine nach aussen hin gerichtete, sich durch sehr allmähliche Verschmälerung des Zellkörpers aus diesem entwickelt und meist sehr weit in gestrecktem Verlaufe gegen die Oberfläche hin zu verfolgen ist. Der zweite Hauptfortsatz geht mit einem kürzeren, trichterförmigen Ansätze aus der Zelle hervor und wendet sich mehr oder minder direct in die Tiefe, kann aber häufig nicht weit verfolgt werden. Ausser diesen beiden Hauptfortsätzen gehen von der Zelle noch zahlreiche (vier bis zwölf) Nebenfortsätze ab, und zwar die grössten, meisten und regelmässigsten von den tiefst gelegenen Stellen des Zellkörpers, welcher dadurch hier wesentlich an Um- fang gewinnt. Auf diese Weise erhält denn die gesammte Zelle auch die Form eines Kegels oder einer Pyramide, mit nach aussen gerichteter Spitze. Dieser Kegel- oder Pyramidenform angepasst, benennt man die besprochenen Fortsätze. Der erste Hauptfortsatz, welcher gegen die Peripherie gerichtet ist, heisst Spitzenfortsatz, der andere, in die Tiefe herabsteigende Hauptfortsatz: mittlerer Basalfortsatz. — Die von der Basis, namentlich von der Peripherie der Basis abgehenden Nebenfortsätze bezeichnet man als seitliche Basalfortsätze, alle anderen als Sfitenfortsätze. Der Spitzenfortsatz kann mitunter bis in die Schichte der kleinen Pyramiden, fast nie aber noch in die moleculäre Schichte hinein ver- folgl werden. Auf seinem Wege von der Zelle an gibt er eine wechselnde Anzahl feiner Seitenreiserchen ab, welche mit verbreiteter • nahezu unter rechtem Winkel abgehen und sich weiterhin in ein feinstes Netzwerk auflösen. — Dadurch wird aber auch der Hauptfortsatz Langsam, successive zarter und feiner und nimmt rielleichl schliesslich auch Thei] an der Bildung des erwähnten](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211693_0365.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


