Volume 1
Lehrbuch der Physiologie : für akademische Vorlesungen und zum Selbstudium / begründet von Rud. Wagner ; fortgeführt von Otto Funke ; neu herausgegben von A. Gruenhagen.
- Date:
- 1885-1887
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Credit: Lehrbuch der Physiologie : für akademische Vorlesungen und zum Selbstudium / begründet von Rud. Wagner ; fortgeführt von Otto Funke ; neu herausgegben von A. Gruenhagen. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![§4. letzteren bewerkstelligt, und wir wissen, dafs aufser der Kolilensäure auch ein fast ganz indifferentes Gas, Wasserstoff', sauerstoffreiches helles Blut zum Dunkeln bringt. Es liegt daber sebr nabe anzu- nebmen, dafs die Parbendiflerenz in arteriellem und venösem Sauerstoff- und Koblensäureblute lediglich der Gegenwart oder dem Mangel an Sauerstoff ibre Entstehung schuldet. ^ n P^^^r^^f Kohlensäure unter Umständen auch ein positiv chemischer ii^mtiuls aut den Farbstofif des Blutes zukommen kann, besonders wenn grofse Mengen derselben auf kleine Quantitäten des Farbstoffs einwirken hat Heiden- ^P^^* a^er nicht dagegen. Denn in seinem Falle war eine vollige Zerstörung des Blutrots, welches nach Heidenhains eignen Angaben eine schmutzig braunrote, durch Sauerstoff nicht mehr aufzuhellende Färbung angenommen hatte, eingetreten; in den uns zunächst interessierenden Fällen handelt es sich aber um Parbenveränderungen, welche durch SauerstofFzufuhr leicht beseitigt werden können. Das Dunkelwerden des Blutes bei Entfernung des Sauerstoffs, sei es, dafs derselbe durch Kohlensäure, Wasserstoff oder Stickstoff- oxyd verdrängt oder durch reduzierende Substanzen absorbiert werde, ist noch von einer anderweitigen Farben Veränderung begleitet. Das Blut wird dichroitisch und erscheint demgemäfs bei der Be- trachtung im auffallenden Lichte dunkebot, im durchfallenden Liebte dagegen grünlich (Brüecke).^ Eine der Sauerstoffwirkung analoo-e Farbenyeränderung auf chemischem Wege bewirken Kohlenoxyd und Stickoxyd. Beide Gase färben das Blut helh-ot in etwas ver- schiedenen Nuancen, beide dadurch, dafs sie chemische Verbindungen mit dem Blutfarbstoffe eingehen, und zwar festere als der Sauerstoff, so dafs Kohlenoxyd und Stickoxyd den Sauerstoff, nicht aber um- gekehrt letzterer die beiden ersteren aus ihrer Verbindung zu ver- treiben im Stande ist (s. u.). Diese gröfsere Beständigkeit der Verbindung spricht sich auch darin aus, dafs das mit Kohlenoxyd oder Stickoxyd behandelte Blut der Fäulnis längere Zeit widersteht und bei Durchleitung von Kohlensäure seine helle Farbe bewahrt.-'' CHEMIE DES BLUTES. §4. ^^^°iische Zusammensetzung der roten Blutzellen. Die Physiologie darf sich nicht mit einer Kenntnis der im Gesamt- blute enthaltenen chemischen Stoffe und Verbindungen begnügen; sie hat die Verteilung derselben auf die morphologischen Elemente' aie Blutzellen und die Blutflüssigkeit zu ermitteln. Die erschöpfende ä J,'I^^'*HAIN, Diaqu. crit. experim. de mng. qvavi. Hnlis ]S57. 3 p Vr'^*;'^,'^' '^J'',' Ma'h.-naturw. Ci. 2. Ablli. D.I. X. r- 1070, Dd. XHI. p. 485. i>.81<)n n s^i r, / . V- I'''-^'- P ^S«; Centrulbl. /. d. med. Whs. 18C4. r.uj.,q„e.. inriB 18d7. p. 179. — UiciiMANN, Are/,, f. Anal. ti. Pliy-^iol. 1864. p. 521, 1865. p. 469](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21925744_0001_0040.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)