Volume 1
Lehrbuch der Physiologie : für akademische Vorlesungen und zum Selbstudium / begründet von Rud. Wagner ; fortgeführt von Otto Funke ; neu herausgegben von A. Gruenhagen.
- Date:
- 1885-1887
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Credit: Lehrbuch der Physiologie : für akademische Vorlesungen und zum Selbstudium / begründet von Rud. Wagner ; fortgeführt von Otto Funke ; neu herausgegben von A. Gruenhagen. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Lecithin, durcliaus nicht wissen, ob dieselben als solche schon vor- gebildet im Stroma der farbigen Blutzellen vorkommen oder nur durch den chemischen EingrifiF zusammengesetzteren Molekül- komplexen abgespalten worden sind. Die in der Blutzellenasche enthaltene Phosphorsäure rührt jedenfalls von dem .verbrannten Lecithin, die Schwefelsäure zum gröfsten Teile, das Eisen ganz von dem verbrannten Hämoglobin her. Bezüglich der' kleinen Anteile von Chlor und Natron, welche die roten Blutzellen dennoch enthalten können, bestehen Differenzen z^vischen verschiedenen Tierarten. * Von den Gasen der farbigen Blutzellen wird unter den Gasen des Gesamtblutes die Rede sein. Die farblosen Blutzellen haben wegen ihrer relativ geringen Zahl im Blute der chemischen Analyse nur geringen Anhalt ge- boten. Eine Untersuchung der ihnen aufs innigste verwandten Eiterzellen von Miescher^ hat ergeben, dafs man aus ihrem Proto- plasma eine Anzahl verschiedenartiger Eiweifskörper zu extrahieren vermag, dafs sie Lecithin in reichlichen Mengen enthalten, und dafs aus ihrer Kemsubstanz ein Stickstoff- Schwefel- und namentlich phosphorreicher Körper, das Nucle'in, gewonnen werden kann. Die Asche enthält auf 100 Teile trockener Eiterzellen Phosphorsaure Erden 9,4160 dto. Natron 0,6063 dto. Kali 0,2010 Cl.Na 0,1428 ] 2,3661. Von gröfserer Bedeutung als diese analytischen Ergebnisse ist der Nachweis, dafs die farblosen Blutzellen zwei für die Entstehung des Blutfibrins wichtige Faktoi-en, das Fibrinferment und die fibrino- plastische Substanz (s. u.) enthalten. OPTISCHES VERHALTEN DES BLUTFARBSTOFFES. § 5. Wenn man einen Strahl weifsen Lichtes (der Sonne, einer Gas- oder Petroleumflamme) durch einen dünnen Spalt auf ein Glasprisma fallen läfst, so wird derselbe in seine Farbenkomponen- ten zerlegt. Fängt man die letzteren in zweckmäfsiger Weise auf, so geben sie das sogenannte Spektrum, d. i. ein verbreitertes Bild des Spaltes, welches die Regenbogenfarben in bestimmter, unver- änderlicher Reihenfolge (Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo, Violett) enthält. Farbige Medien zwischen Lichtquelle und Spalt eingeschaltet bewirken, dafs die einen oder die andern Farbenab- \ ^ BUNOE, Ztichr/t. f. Biologie. 1876. Ild. XII. p. 101. MiRSCIlEU, In Hon-E-SEYLERs AM. ohem. Untern. Berlin 180G. p. .141. Gkuenhagen, Physiologie, 7. Aufl. o](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21925744_0001_0047.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)