Volume 1
Lehrbuch der Physiologie : für akademische Vorlesungen und zum Selbstudium / begründet von Rud. Wagner ; fortgeführt von Otto Funke ; neu herausgegben von A. Gruenhagen.
- Date:
- 1885-1887
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Credit: Lehrbuch der Physiologie : für akademische Vorlesungen und zum Selbstudium / begründet von Rud. Wagner ; fortgeführt von Otto Funke ; neu herausgegben von A. Gruenhagen. Source: Wellcome Collection.
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![sameres Fortsclireiten des Erregbarkeitsverliistes findet mau Lei SäxTf'etieren dagegen nach der Trennung des Nerven vom Zenti-al- organ ohne Störung der Zirkulation; erst nach drei bis vier Tagen zeio-t sich das zentrale Ende und der Stamm des durchschnittenen ]!^erA^en unerreghar, weit später erst die intramuskulären Endz^^'eigF, sehr spät deren allerletzte Enden. Ungleich hartnäckiger haftet hei Fröschen die Erregbarkeit am Nerven; ausgeschnittene FroschnerA-eii können, wenn sie.vor Verdunstung geschützt werden, tagelang ihre Erregbarkeit selbst im Stamme beibehalten', ebenso führt die tJntei'- biudung der Arterienstämme selbst nach Verlauf mehrerer Tage kaum zu einei- mei'klichen Abschwächung der Eeizbarkeit dei- Stämme; nach einfacher. Durchschneidung des Nerven endlich erhält sich die Erregbarkeit seines Stammes (mit Ausnahme des unmittelbai- an den Schnitt grenzenden Stückchens) viele Wochen lang. Schiff fand auf letztere Art durchtrennte Froschnerven im Winter bis in die dreizehnte Woche erregbar. Unterwirft man das Ritter-VALLisclie Gesetz einer genaueren Prüfung und ^-erfolgt das Verhalten der Erregbarkeit im absterben- den Nerven von Moment zu Moment, so ergibt sich, dafs dasselbe zwar in seineu Grundzügen unerschüttert bleibt, sobald es sich eben nur um die Bestimmung der Richtung handelt, in -«welcher die physiologische Leistungsfähigkeit des motorischen Nerven eine Um- gestaltung erleidet, dal's es dagegen, nicht mehr ausreicht, wenn die Qualität der Erregbarkeitsändei'ung in einen gesetzmäfsigen Aus- (buck gebracht werden soll. Denn das Variieren der Erregbarkeit beim Absterben des Nerven besteht nicht nur, wie aus jenem Gesetze entnommen Averden könnte, in einer stetigen Verminderung derselben, sondern die Erregbarkeit steigt vielmehr von dem Momente der Tötung des Tieres erst beträchtlich an und fällt dann bis 0 ab, mag der Nerv herausgeschnitten oder noch mit dem Rückenmark in Verbindung sein. Die Art und Weise des Auf- steigens und Abfallens ist nach I. Rosbnthal\ dem Entdecker dieser Thatsache, nicht an allen Punkten des Nerven dieselbe; der Gesamtverlauf der erwähnten Veränderungen ist auf einen um so kleineren Zeitraum zusammengedrängt, je weiter vom Muskel entfernt die betrachtete Stelle liegt. Die Kurve der Erregbarkeit des Nerven in bezug auf den Ort der Reizung hat daher zu Aerschiedenen Zeiten eine verschiedene Gestalt. Beim lebenden Frosch steigt sie sanft vom Muskel nach dem Rückenmark zu au und zwar mit der Konvexität nach der Abscissenachse gerichtet (Pflueger); im Verlauf des Sterbens wird sie zuerst steiler, dann wieder flacher, wendet dann ihre Konkavität der Abscissenachse zu, und fällt endlich steil nach dem Rückenmark zu ab. Kehren wir jetzt versprochenermafsen noch einmal zum Zuckungsgesetz zurück und untersuchen dessen gesetzmäfsige Änderungen im Verlaufe des Absterbens, Änderungen, welche man,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21925744_0001_0640.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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