Zur analyse der Unterschiedsempfindlichkeit : experimentelle Beiträge / von Lillie J. Martin und G.E. Müller.
- Date:
- 1899
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![Aus Versuchsreihe 3 (Versuchsperson Pilzrcker. G. = 1091) 1. Zeitlage 229 k 76 [gl] 143 g 2. „ 109 „ 88 „ 251 „ Versuchsreihe 11 (Versuchsperson Tiedemann. G 500) 1. Zeitlage 184 k 150 u 114 g 2. „ 53 „ 217 „ 178 „ Die auf diese beiden Versuchsreihen bezüglichen Tabellen über die anomalen Differenzen und über den Gang des resul- tirenden Zeitfehlers in der D-Reihe beweisen, dafs die angegebene Deutung vorstehender Resultate richtig ist. Wir gehen nun dazu über, kurz die Sätze aufzustellen, die für eine summarische Untersuchung des Einflusses der Zeitlage in Betracht kommen. Eine besondere Begründung dieser Sätze dürfte nach dem Bisherigen für einen aufmerksamen Leser nicht noch erforderlich sein. 1. Sind die Zahlen für k und g zwar bei der ersten Zeit- lage gröfser als bei der zweiten, aber bei jeder Zeitlage einander merkbar gleich, so ist zu schliefsen, dafs nur die generelle Ur- theilstendenz, nicht aber noch eine typische Urtheilstendenz oder ein FECHNEK'scher Zeitfehler von merkbarem Betrage vor- handen war. 2. Ist für k bei der ersten Zeitlage eine gröfsere und bei der zweiten Zeitlage eine kleinere Zahl erhalten worden als für g, so ist jedenfalls ein negativer FECHNER'scher Zeitfehler im Spiele. Ist dabei die für k bei der zweiten Zeitlage erhaltene Zahl gleich grofs oder gröfser als die bei der ersten Zeitlage für g erzielte Zahl und dementsprechend der Unterschied zwischen der für k und der für g erhaltenen Zahl absolut genommen bei der ersten Zeitlage bedeutend gröfser als bei der zweiten Zeitlage, so besteht neben dem negativen FECHNER'schen Zeitfehler noch der negative Typus. (Denn wenn der indifferente Typus be- stünde, müfste in Folge der generellen Urtheilstendenz die erstere der beiden hier genannten Zahlen kleiner sein als die zweite.) Ist dagegen die für g bei der zweiten Zeitlage gewonnene Zahl gleich grofs oder gröfser als die für k bei der ersten Zeit- lage erzielte Zahl und dementsprechend der Unterschied zwischen der für k und der für g erhaltenen Zahl absolut genommen bei der zweiten Zeitlage bedeutend gröfser als bei der ersten Zeit- lage, so ist neben dem negativen FEC?iNER'schen Zeitfehler der](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21997044_0116.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)