Zur analyse der Unterschiedsempfindlichkeit : experimentelle Beiträge / von Lillie J. Martin und G.E. Müller.
- Date:
- 1899
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![Und in der That finden wir, dafs in Versuchsreihe A (Versuchs- person Schumann) bei G = 3221 durch die im Verlaufe der Sitzung stattfindende Ermüdung zwar der FECHNEEsche Zeit- fehler in negativer Richtung vercändert wird, hingegen der Tj'pus keine Veränderung erfährt, wie folgende Zusammen- s^tellung zeigt. ( 1. Zeitlage 58 k 33 gl 77 g I 2. „ 69 „ 38 „ 61 „ 1. und 2. Runde 3. und 4. Runde I 1. Zeitlage 62 k 35 gl 71 g 1 2. „ 55 „ 38 „ 75 „ Der FECHNEii'sche Zeitfehler ist in der 1. und 2. Runde positiv, in der 3. und 4. Runde negativ. Der Typus dagegen zeigt selbst bei einer gesonderten Betrachtung der Deutlichkeits- fälle keine negative Aenderung. Dieses Resultat bleibt bestehen, auch wenn man die beiden letzten der Versuchstage, an denen mit G = 3221 operirt wurde, wegen des höheren Uebungsgrades aulser Rechnung läfst. Dafs auch Versuchsreihen vorkommen, in denen sich im Verlaufe der Sitzung Aveder der Typus noch der FEcnxER'sche Zeitfehler ändert, braucht kaum erst noch hervorgehoben zu werden. Ferner bedarf es kaum erst der Bemerkung, dafs wir weit davon entfernt sind, principiell zu behaupten, dafs die Aenderyngen, welche die Resultate im Verlaufe der Sitzung, beim Fortschritt von Runde zu Runde, durchschnittlich erfahren, ledighch solche sein könnten, welche durch eintretende oder zu- nehmende motorische Ermüdung bedingt seien. Die Hebungen der Gewichte können im Verlaufe der Sitzung gleichförmiger oder ungleichförmiger werden, die Aufmerksamkeit kann in Zug kommen oder erschlaffen, u. A. m. Auf einem Eingreifen von Aenderungen der soeben angedeuteten Art kann es beruhen, dafs, wie die obige Zusammenstellung zeigt, die Versuchs- reihe 10 in der 3. und 4. Runde eine etwas geringere Anzahl der Fälle [gl] ergab als in der 1. und 2. Runde. Wir nehmen indessen hier Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dafs man aus einer Zu- oder Abnahme der Zahl der Fälle u (oder gl) bei äuferlich gleichbleibenden Versuchsumständen nicht ohne Weiteres auf eine Zu- oder Abnahme der Aufmerksamkeit oder der „Unter- schiedsempfindlichkeit oder andere derartige psychologische Aenderungen schliefsen darf. Auch eine rein physiologisch bedingte blofse Aenderung des FEOHNEB'schen Zeitfehlers kann eine Aenderung der Zahl für u be-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21997044_0137.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)