Zur analyse der Unterschiedsempfindlichkeit : experimentelle Beiträge / von Lillie J. Martin und G.E. Müller.
- Date:
- 1899
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![als bei einer anderen Bedingung (der anderen Zeitlage), so mufste allerdings die erstere Bedingung bei allen Vergleichs- gewichten, welche hinsichtlich der auf sie entfallenden Versuchs- zahl von der fehlerhaften Begrenzung der Doppelreihen nicht betroffen wurden, und für welche also die Versuchszahl bei beiden Versuchsbedingungen ihren maximalen Werth besafs, V in Vergleich zu G öfter gröfser und weniger oft kleiner er- scheinen lassen als die zweite Versuchsbedingung. Andererseits aber mufste im Allgemeinen bei der ersteren Bedingung jener Fall, dafs 2 der Schwere nach auf einander folgende Vergleichs- gewichte beide Male ^ael gröfser als G erschienen, bei geringeren Wertlien von V erreicht werden als bei der zweiten Bedingung. Dies hatte zur Folge, dafs bei der ersteren Bedingung eine ge- ringere Zahl von Vergleiclisgewichten, die > G waren, zur An- wendung kam und überhaupt bei solchen Vergleichsgewichten, die > G waren, im Ganzen genommen eine geringere Anzahl von Versuchen angestellt wurde als bei der zweiten Bedingung. Letzterer Umstand mufste an sich in dem Sinne wirken, im Gegensatze zu der wirklich vorhandenen Urtheilstendenz, für die erstere Bedingung eine geringere Anzahl von Fällen, wo V > G erschien, gewinnen zu lassen als für die zweite Be- dingung. In entsprechender Weise mufste der Umstand, dafs der Fall, wo 2 der Schwere nach auf einander folgende Ver- gleichsgewichte beide Male viel kleiner als G erschienen, bei der zweiten Versuchsbedingung bei weniger kleinen Werthen von V erreicht wurde als bei der ersten Bedingung, an und für sich dahin wirken, für die erste Bedingung eine gröfsere Anzahl von Fällen, wo V <] G erschien, erhalten zu lassen als für die zweite Bedingung. Die fehlerhafte Begrenzung der Doppelreihen hat also thatsächlich die Wirkung gehabt, demjenigen Resultate, welches der Verschiedenheit der beiden Versuchsbedingungen entsprach, entgegenzuwirken, und, soweit die von W. im Anhange mitgetheilten Tabellen keine Controle erlauben, ist man nicht sicher, ob uns die von W. berechneten Summen- und Mittel- werthe nicht das Gegentheil des wirkhchen Verhaltens vor- täuschen. Am einfachsten überzeugt man sich von der Richtig- keit unserer vorstehenden Kritik an der Hand der im Anhange von W. mitgetheilten Tabellen. Man sehe zu, welche Resultate einerseits diejenigen Fehlgewichte, für welche die Versuchszahl bei beiden Zeitlagen die maximale war, und andererseits die-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21997044_0153.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)