Die Bluterkrankheit in ihren Varianten : Scorbut, Purpura simplex, Purpura (Peliosis) rheumatica, Purpura hämorrhagica, Erythema nodosum, Hämophilie, Nabelbluten, Blutschwitzen und Fettentartung der Neugeborenen / dargestellt von Wilhelm Koch.
- Koch, Wilhelm
- Date:
- 1889
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Credit: Die Bluterkrankheit in ihren Varianten : Scorbut, Purpura simplex, Purpura (Peliosis) rheumatica, Purpura hämorrhagica, Erythema nodosum, Hämophilie, Nabelbluten, Blutschwitzen und Fettentartung der Neugeborenen / dargestellt von Wilhelm Koch. Source: Wellcome Collection.
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![oder nach geringen trau.at^hen Vera^^^^^^^^^^ deutenden Beschädigungen vorkommen. Der Knabe war haben, weil während ahrer ^Jf^^l^^^^^^ aufgeweckten Geistes und von hoher Statur, starkem Ko^Pf/'^^;^: ^0° j°h,e raüsste er einmal Nachts auf- überhaupt ein Bild der G^^^^^.^^^^J^Jd^ernMorgr sterbend angetroffen. Die stehen, fiel dabei un und wurd^ am a^^ eine rothe, zerflossene rr-«%cteXn'Lr]S^^^^^^ sich bisher bei ihrer D;scendenz eine Anlage ^^t^X-n^'GeShwister der beiden Eltern und Ge- K e h r e r >)• Grosseltern Eltein' .^il Aber unter 6 Kindern schwisterkinder einer Jüdischen Familie indnicM des betreffenden Ehepaares befinden ^^ch j Bluter em '^o;^'herbei- |jÄei:Ä!a^2Se- IShSÄ'S-Ächen ist gesund. Sehe ich.von dem Knaben mit der Blutung im Scrotum und von der Bescbneidungsgeschicbte einmal ab, so wollen die Autoren mit den anlereTS p^^^^^^ beweisen: einmal euien angeborenen Za tand, wenn die hämorrhagische Diathese im 4. Lebensmonat nach der Entwöhnung und im 3. Lebensjahr sich zu zeigen beginnt, das indere Mal ungetrübte gesundheitliche Verhältnisse bei Mü^ttern, welche an profuser Menstruation, Afterblutung u. s w. leiden. Genau ebenso steht es mit den übrigen, kritisch verwerthbaren Beispielen für diese Bluterkategorie. Sie stützen das Gesetz nur, wenn zur Zeit der _bc^lwanger- schaft hämophile Mütter als gesund passiren, oder wenn jene Hämo- philie, deren Erscheinungen spät nach der Geburt, beziehentlich in den ersten Lebensjahren anheben, als trotzdem im Mutterleibe entstandenes, aber erst nach einem Stadium der Latenz in fassbaren Symptomen sich kundthuendes Uebel gestempelt wird. _ üeber den ersten Punkt aber, die zu Recht bestehende Hamophüie der Mutter, darf in Fällen, wie sie die Frau des Braunschweiger Arztes repräsentirt, um so weniger gestritten werden, als diese unter dem Zwang eines sogleich näher zu erledigenden und nur für Hämophilen gültigen Gesetzes in der That einen hämophilen Knaben, jenen mit der Sklerose am Scrotum, zur Welt brachte, indessen dem andern Punkt die einschneidendste Bedeutung in Sachen der Erblichkeitsver- hältnisse nicht nur der Hämophilie, sondern überhaupt aller Arten hämorrhagischer Diathese beizumessen ist. Geht es an, eine HämophiHe als angeborene, ererbte Krankheit aufzufassen, deren allererster Beginn auf die späteren Monate des ersten Lebensjahres, und dann (innerhalb dieser Grenzen bewegt sich die einschlägige Kasuistik) auf die Zeit zwischen erstem bis zwanzig- stem Jahr fällt? Nach meiner Meinung ebenso wenig, als es zulässig ist, eine Tuberculose und Syphilis, weil sie in der gleichen Zeit an- hebt, als ererbte hinzustellen. Letzteres wird und wurde namentlich behauptet, ist aber die Ansicht einiger Weniger geblieben, während die Majorität der Forscher in solchen Fällen erworbene Leiden sieht. Und genau so verhält es sich in der hämorrhagischen Diathese. Alles spricht für ihre extrauterine, durch ganz andere Factoreu als den ge- sundheitlichen Zustand der Eltern bedingte Entstehung, so wie sie auch 1) Arch. f. Gynäkologie 1876. 2. S. 201.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21499299_0203.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)